Schwarze Listen von Airlines
publiziert: Mittwoch, 16. Feb 2005 / 17:04 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Feb 2005 / 17:49 Uhr

Brüssel - Die EU-Kommission hat Vorschläge für mehr Passagierrechte im Flugverkehr vorgelegt. So sollen die Passagiere erfahren, mit welcher Airline sie fliegen - und sich dank Schwarzen Listen über deren Sicherheit informieren können.

Sicherheitsrelevanten Informationen sollen rasch und effizient ausgetauscht werden.
Sicherheitsrelevanten Informationen sollen rasch und effizient ausgetauscht werden.
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Gemäss den in Brüssel präsentierten Vorschlägen müssen die Passagiere künftig informiert werden über die Fluggesellschaft, welche den gewählten Flug durchführt. Zudem sollen sie sicher sein können, dass alle sicherheitsrelevanten Informationen über die Airlines rasch und effizient unter den EU-Staaten ausgetauscht werden.

Zu diesem Zweck will die EU-Kommission, dass die Mitgliedstaaten Listen veröffentlichen mit den Namen derjenigen Airlines, für die der Luftraum gesperrt ist oder die aus Sicherheitsgründen Einschränkungen unterliegen.

Die genaue Ausgestaltung dieser Kundeninformation müsse noch diskutiert werden, sagte EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot. Er erwähnte jedoch mögliche Listen, die per Internet allen zugänglich sein sollen.

Öffentlicher Druck

Mit diesen Vorschlägen reagiert die Kommission auf den öffentlichen Druck nach dem Absturz einer Flash-Airlines-Maschine. Am 3. Januar 2004 kamen dabei 148 Menschen, mehrheitlich Franzosen, ums Leben.

Viele der Betroffenen hatten nicht gewusst, dass sie mit Flash Airlines fliegen würden - und wohl kaum jemand hatte eine Ahnung, dass die Schweiz aus Sicherheitsgründen über die Airline ein Landeverbot verhängt hatte.

Das Interesse, auch die Schweiz, einen zentralen europäischen Luftraum, in diese Massnahmen einzubeziehen, sei da, erklärte Barrot. Das Thema wird im Gemischten Ausschuss Schweiz - EU zum Luftverkehrsabkommen zu diskutieren sein.

Keine Diskriminierung

Weiter will die EU-Kommission die Rechte von Personen stärken, die in ihrer Mobilität eingschränkt sind. Behinderten oder älteren Menschen dürfe eine Buchung oder ein Flug nicht wegen ihrer Behinderung vorenthalten werden. Zudem sollen sie von einer unentgeltlichen Begleitung in den Flughäfen und an Bord der Maschine profitieren können.

(bert/sda)

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