Schwarze Schafe bei der Lausanner Stadtpolizei
publiziert: Sonntag, 23. Sep 2007 / 14:41 Uhr / aktualisiert: Montag, 24. Sep 2007 / 00:27 Uhr

Lausanne - Gemäss einem internen Bericht sind bei der Lausanner Stadtpolizei schwere Verfehlungen vorgefallen. Kommandant Gérald Hagenlocher bedauert die Vorfälle. Es seien aber nur wenige seiner Leute involviert und Reformen eingeleitet.

Auf 30'000 Einsätze im Jahr gebe es lediglich drei oder vier Anzeigen gegen Beamte.
Auf 30'000 Einsätze im Jahr gebe es lediglich drei oder vier Anzeigen gegen Beamte.
Erniedrigungen, Beleidigungen, verbaler Missbrauch, falsche Einsatzrapporte: Die Liste der gegen die Lausanner Polizei vorgebrachten Anschuldigungen ist lang, wie die welsche Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche» schreibt.

Das Blatt stützt sich auf einen Bericht, welcher dem Polizeikorps in den kommenden Wochen vorgestellt werden soll.

Das 138 Seiten starke Dossier ist von einer Arbeitsgruppe ausgearbeitet worden, die seit 2005 Polizeibeamte anonym über ihre Arbeit aussagen lässt. Ausser den Verfehlungen kommen auch die Hierarchie und die Rolle der Vorgesetzten aufs Tapet.

Seltene Verfehlungen

Kommandant Hagenlocher sagte auf Anfrage, nur eine Minderheit seiner 200-köpfigen Truppe habe sich etwas zu Schulden kommen lassen. Auf 30'000 Einsätze im Jahr gebe es lediglich drei oder vier Anzeigen gegen Beamte.

Zudem seien die Aussagen des Berichts aus dem Zusammenhang gerissen. Die Dinge änderten sich und ein fehlerhaftes Verhalten werde nicht mehr geduldet.

Weil die Informationen anonym gegeben wurden, ist eine Strafverfolgung nicht möglich.

(bert/sda)

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