Schweden «kennen» die Schweizer
publiziert: Mittwoch, 7. Mai 2008 / 08:54 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 7. Mai 2008 / 09:19 Uhr

Schweden ist für das Schweizer Nationalteam so etwas wie ein «Angstgegner». Fast alle «Grossen» des Eishockeys konnte das Team von Trainer Ralph Krueger in den letzten Jahren an Turnieren bezwingen. Gegen Schweden fehlt dieser Exploit.

Um endlich wieder einmal zu gewinnen, brauche es ein perfektes Spiel. Ralph Krueger mit Martin Gerber gestern im Trainingsgespräch.
Um endlich wieder einmal zu gewinnen, brauche es ein perfektes Spiel. Ralph Krueger mit Martin Gerber gestern im Trainingsgespräch.
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Heute (Mittwoch) kommt es an der WM in Québec City zum 20. Duell zwischen der Schweiz und Schweden in der Ära Krueger. Und nur einmal verliessen die Schweizer das Eis bisher als Sieger: Im April 2000 bezwangen sie die «Tre Kronor» in einem WM-Testspiel im ausverkauften Zürcher Hallenstadion 6:4.

Doch wieso hat die Schweiz gegen die Schweden immer derart Mühe? Ralph Krueger: «Der Trainer (Bengt-Ake Gustafsson -- die Red) kennt mich sehr gut. Schliesslich war er mein Assistent und ich habe elf Jahre mit ihm zusammen gearbeitet. Das hilft uns sicher nicht. Und dann ist Schweden nicht umsonst seit mehreren Jahren die Weltnummer 1.»

Im schwedischen Trainerstaff kennt nicht nur der frühere Langnau-Trainer und Krueger-Assistent Gustafsson, der Schweden seit 2005 coacht, das Schweizer Eishockey bestens. Diese Saison steht auch Anders Eldebrink, der Trainer der Kloten Flyers, als Assistent an der Bande.

Schlappe und Achtungserfolge

Zuletzt setzte es gegen die Schweden vor einem Jahr an der WM in Moskau (ebenfalls zum Abschluss der Vorrunde) eine 0:6-Schlappe ab. Immerhin gab es gegen die aktuelle Weltnummer 1 auch schon Achtungserfolge, wie das 4:4 vor zwei Jahren an den Titelkämpfen in Riga.

«Das war wohl unser bestes Spiel gegen Schweden», so Ralph Krueger. Um endlich wieder einmal zu gewinnen, brauche es ein perfektes Spiel, so Krueger. «Doch wir trauen uns den Sieg zu. Schweden hat in den ersten Spielen Lücken gezeigt und die müssen wir finden.»

Schweiz muss nicht gewinnen

Die Ausgangslage gegen die Skandinavier ist wie im letzten Jahr, als beide Teams ihre ersten zwei Partien ebenfalls gewannen und dann um den Gruppensieg (und eine gute Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf) kämpften. Insofern «darf» die Schweiz nach den zwei Siegen, der Qualifikation für die Zwischenrunde und der Sicherung des Olympia-Startplatzes 2010 gewinnen, muss aber nicht.

Davon will Verteidiger Severin Blindenbacher aber nichts wissen: «Es wird langsam Zeit, dass wir die Vorrunde einmal als Gruppensieger abschliessen. Wir wollen unbedingt gewinnen.» Und das Erfolgsrezept? «Wir müssen agressiv spielen, das lieben die Schweden gar nicht», so der ZSC-Spieler, der seine fünfte WM bestreitet.

Zweiter Gegner mit Weltklasse-Format

Schweden ist nach Russland (im zweitletzten WM-Test) in dieser Saison der zweite Gegner mit Weltklasse-Format. Gegen die Russen hatten die Schweizer eine deutliche 2:6-Niederlage kassiert. «Diesen Sieg schenkten wir den Russen mit unseren Fehlern in der Defensive. Und dann war es das erste Spiel auf dem kleinen Eisfeld», blickte Blindenbacher zurück.

Mittlerweile haben die Schweizer drei weitere Partien auf dem «engeren» Eis in den Beinen und sich daran gewöhnt. «Jetzt hatten wir Zeit uns anzuklimatisieren. Ob es wirklich geklappt hat mit der Umstellung, werden wir dann in der Zwischenrunde sehen.»

(Sandro Mühlebach, Québec City/Si)

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