Migration
Schwedische Ministerin wirbt für mehr Einwanderung in die Schweiz
publiziert: Sonntag, 20. Okt 2013 / 15:43 Uhr
Ewa Björling, Handelsministerin Schweden (Archivbild)
Ewa Björling, Handelsministerin Schweden (Archivbild)

Bern - Die Schweiz brauche mehr Einwanderer, sagt die Schwedische Handelsministerin Ewa Björling im Interview mit der «SonntagsZeitung». Das Land solle es als Vorteil sehen, dass es viele Immigranten hat.

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Die bürgerliche Politikerin verweist auf das Schwedische System, welches auf Immigration setzt, um die Wohlfahrt und die Sozialwerke zu sichern. Denn wie in der Schweiz zeige die demografische Entwicklung in Schweden, dass der Anteil älterer Menschen überdurchschnittlich steige. Gleichzeitig stiegen junge Menschen wegen ihrer längeren Ausbildung später in den Arbeitsmarkt ein.

«Der Punkt ist: Wir wollen Immigranten, die arbeiten. Auch die Schweiz braucht sie», sagte Björling. In Schweden ist seit 2009 ein aussergewöhnlich liberales Einwanderungssystem in Kraft. Wer einen Arbeitsvertrag mit einem schwedischen Arbeitgeber vorweisen kann, erhält eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis - egal aus welchem Teil der Welt er kommt. Bedingung ist ein Bruttolohn von mindestens 2000 Franken pro Monat.

Doch auch die Zahl der Asylanträge nehme derzeit stark zu, erklärte Björling. «Wir müssen daran denken, dass diese Menschen, die gerade eine Flüchtlingskatastrophe überlebt haben, nicht als Erstes daran denken, zu arbeiten. Da geht es zuerst ums Überleben. Aber langfristig könnten auch diese Menschen arbeiten, und davon profitiert die Gesellschaft.»

Schweden könne sich diesen Einsatz leisten. Das gelte auch für die Schweiz. «Die Schweiz muss ihre humanitäre Tradition fortführen», sagte die Ministerin.

«Es geht um Unabhängigkeit und Neutralität»

Die Handelsministerin äusserte sich auch zum Gripen-Deal. Sie sei sich bewusst, dass es gegen den Gripen-Kauf vielleicht ein Referendum gebe - wie bei so vielen Themen in der Schweiz. Sie wünsche sich, dass das Referendum zu einer Diskussion über die künftige Verteidigungsstrategie führe.

Es gehe ja nicht nur darum, welchen Flugzeugtyp die Schweiz kaufe, sagte sie gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Freitag. «Die Frage lautet, ob die Schweiz wie Schweden ein neutrales Land bleiben will, das für seine Verteidigung nicht auf andere Staaten angewiesen ist. Kurzum: Es geht um Unabhängigkeit und Neutralität.»

(asu/sda)

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Die Zahl der Asylgesuche steigt.
Ratschlag
"Der Punkt ist: Wir wollen Immigranten, die arbeiten. Auch die Schweiz braucht sie", sagte Björling"
Recht hat sie! Allerdings fährt Schweden bezüglich Immigranten die arbeiten gegenwärtig auf einer anderen Schiene. Davon lässt man in der CH besser die Finger. Ratschläge aus Schweden sind daher schlicht überflüssig.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/24/stratfor-unruhen.../#
Dümmer geht nümmer.
"Die bürgerliche Politikerin verweist auf das Schwedische System, welches auf Immigration setzt, um die Wohlfahrt und die Sozialwerke zu sichern. "

Und das wird ernsthaft als vorbildlich angepriesen? Die Wohlfahrt und die Sozialwerke durch Einwanderung zu finanzieren?

Frage: Gibt es ein dümmeres Schneeballsystem, als dieses schwedische? Vielleicht. Aber dieses hier spielt mit der Existenz der künftigen Generation.
So etwas einem fremden Land vorzuschlagen, klingt eher wie eine Wirtschafts-Kriegserklärung, als wie ein gut gemeinter Rat.
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