Schweigende Waffen im Gazastreifen
publiziert: Mittwoch, 20. Dez 2006 / 11:26 Uhr

Gaza - Die rivalisierenden Palästinenser-Gruppen haben sich in der Nacht offenbar an die neu vereinbarte Waffenruhe gehalten. Die Sicherheitskräfte beider Seiten zogen sich von den Strassen zurück.

Die Sicherheitskräfte beider Seiten zogen sich von den Strassen zurück.
Die Sicherheitskräfte beider Seiten zogen sich von den Strassen zurück.
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In der Nacht sei es zu keinen Vorfällen gekommen, verlautete aus palästinensischen Sicherheitskreisen.

Am späten Dienstagabend waren zwei Kämpfer der Fatah gestorben, die bei einem Zusammenstoss zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der neuerlichen Waffenruhe verletzt worden waren.

Die Eskalation der Gewalt zwischen der radikalen Hamas und der als gemässigt geltenden Fatah von Präsident Mahmud Abbas hat seit Samstag mindestens zehn Menschen das Leben gekostet.

Kritik an vorgezogenen Wahlen

Der erste Waffenstillstand war in der Nacht zu Montag ausgerufen und innerhalb von wenigen Stunden gebrochen worden. Daraufhin schalteten sich ägyptische Vermittler ein und bewegten beide Seiten zum Rückzug ihrer Kämpfer. Um die Krise zu lösen, hat Abbas vorgezogene Wahlen angekündigt. Die Hamas lehnt dies ab.

Auch die islamische Extremisten-Organisation El Kaida kritisierte die Pläne für vorgezogene Wahlen. Ein Urnengang sei kein Weg, auf dem palästinensisches Land befreit werden könne, sagte der Vize-Chef der Organisation, Aiman el Sawahiri auf einem Tonband, das der arabische Fernsehsender El Dschasira ausstrahlte.

Wahlen würden den Heiligen Krieg gegen Israel nur schwächen. «Diejenigen, die versuchen, islamisches Land durch Wahlen zu befreien, die auf säkularen Institutionen beruhen, werden kein Körnchen palästinensischer Erde befreien, sondern den Dschihad abwürgen», sagte er.

Selbstmordanschläge gegen Israel geplant?

Israelische Soldaten erschossen im Westjordanland zwei militante Palästinenser aus den Reihen des Islamischen Dschihad. Die beiden Männer hätten sich in Dschenin einer Festnahme widersetzt und das Feuer eröffnet, sagte eine Militärsprecherin in Tel Aviv.

Die Armee beschuldigte die Palästinenser, hinter mehreren versuchten Selbstmordanschlägen in Israel zu stecken. Einer der Männer habe Sprengsätze hergestellt.

Gleichzeitig nahm die israelische Polizei im Westjordanland nach eigenen Angaben 22 gesuchte Palästinenser fest. Die meisten von ihnen würden verdächtigt, bewaffneten Gruppierungen der Fatah-Bewegung von Abbas anzugehören, teilte ein Militärsprecher mit.

(bert/sda)

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