Schweinegrippe alarmiert Länder weltweit - über 85 Tote
publiziert: Sonntag, 26. Apr 2009 / 10:20 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 28. Apr 2009 / 16:16 Uhr

Mexiko-Stadt/Genf - Der Ausbruch der Schweinegrippe in Nordamerika mit bislang mehr als 85 Toten alarmiert die Gesundheitsbehörden weltweit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sprach von einem Gesundheitsnotfall internationalen Ausmasses.

Es handelt sich um eine unbekannte Mutation des H1N1-Virus.
Es handelt sich um eine unbekannte Mutation des H1N1-Virus.
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Schweineinfluenza A/H1N1

www.bag.admin.ch/influenza

In Zentralmexiko stieg die Zahl der Grippetoten auf 86, bei 20 dieser Todesfälle ist der mutierte Schweinegrippeerreger vom Typ H1N1 bereits nachgewiesen worden.

Bei über 1300 Grippekranken wird untersucht, ob ein Zusammenhang mit der Schweinegrippe besteht.

Die mexikanische Regierung stellte umgerechnet 514 Millionen Franken für Massnahmen gegen die Schweinegrippe bereit. Präsident Felipe Calderón stattete die Gesundheitsbehörden mit Sondervollmachten aus, um die Epidemie einzudämmen.

USA bestätigen 20 Krankheitsfälle

In den USA gab es 20 bestätigte Krankheitsfälle. Keiner der US-Patienten war bis dahin gestorben. Die US-Gesundheitsbehörde erwartete weitere Erkrankungen. Nach den Angaben von Heimatschutzministerin Janet Napolitano sollte noch am Sonntag ein «Gesundheitsnotstand» ausgerufen werden.

Kanada bereits sechs Fälle von Schweinegrippe

Auch in Kanada gab es nach Behördenangaben bereits sechs Fälle von Schweinegrippe beim Menschen. In Spanien gab es zunächst drei und in Frankreich vier Verdachtsfälle. Die Patienten waren mit leichten Grippesymptomen aus Mexiko gekommen, der Erreger wurde bei ihnen aber noch nicht exakt bestimmt.

Die WHO zeigte sich besorgt, sah sich aber gut gerüstet. Allerdings fehle es derzeit noch an genauen Informationen, wie die Entwicklung der Schweinegrippe in Mexiko und den USA verlaufe. Deswegen werde man bis Dienstag warten, bis eine weitere WHO-Expertengruppe in Genf die Lage analysiert habe und gegebenenfalls Massnahmen wie Reise- oder Handelsbeschränkungen vorschreibt.

Die Ausbreitung der Schweinegrippe über die Grenzen Mexikos hinaus löste vor allem in Lateinamerika Besorgnis aus. Costa Rica, Nicaragua, Brasilien, Peru, Chile und Kolumbien ordneten erste Vorsichtsmassnahmen an.

Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist auf der Hut

Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist auf der Hut. Doch bestehe zurzeit keine Gefahr für die Bevölkerung durch die Schweinegrippe. Das BAG verzichtet deshalb vorerst auf Sofortmassnahmen.

(li/sda)

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Unwahrscheinlich
Es ist ja so weit weg *ironisch-tön*. Man hält es für unwahrscheinlich das was passiert weil's ja so weit weg scheint. Ausserdem wird immer erst etwas unternommen, wenn etwas passiert ist! Das war schon immer so und wird wahrscheinlich, leider auch so bleiben. Sieht man bei Flugzeugunglücken. Erst wenn 1 Mensch stirbt (Absturz oder dergleichen) werden (ca) 2 Millionen in die Verbesserung der Sicherheit investiert. Makaber aber wahr.
Schweine-Grippe
Wieso unternimmt das BAG nichts? Die Schweizer reisen gerne und viel; da wird es sicher auch Jemand haben, der in Cancun oder so war. Amerika hat ja bestätigt, dass einige Verdachtsfälle gar nicht in Mexico waren.
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