Schweinegrippe erreicht epidemisches Ausmass
publiziert: Freitag, 6. Nov 2009 / 16:17 Uhr / aktualisiert: Freitag, 6. Nov 2009 / 22:41 Uhr

Bern - Die Fälle von Schweinegrippe häufen sich im Kanton Genf: Das epidemische Ausmass sei erreicht, gab der Genfer Kantonsarzt Philippe Sudre bekannt. Auch in Neuenburg wurde die Epidemieschwelle erreicht.

Anfang Dezember kann sich jeder impfen lassen
Anfang Dezember kann sich jeder impfen lassen
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Seit vergangenem Samstag gebe es im Kanton Genf 128 neue Fälle, sagte Sudre. Dabei seien insbesondere junge Leute vom H1N1-Virus betroffen. Mehr als die Hälfte der Erkrankten seien Kinder unter 16 Jahre.

Aufgrund der Häufungen hat Genf nun seinen Impfplan aktiviert. Die Behörden erwarten die Lieferung der ersten Impfdosen - vorgesehen für so genannte Risikogruppen - Mitte November.

Alle anderen Interessierten sollen Anfang Dezember die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen.

Fälle verzehnfacht

Auch im Kanton Neuenburg ist die Zahl der Schweinegrippefälle auf mehr als 60 angestiegen. Am Donnerstag hatte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitgeteilt, dass zwischen dem 26. Oktober und dem 1. November schweizweit 300 Fälle bestätigt wurden. Das sind zehnmal mehr als noch vor drei Wochen.

Der bisher grösste Fall von Schweinegrippe in der Armee hingegen flaut ab. Auf dem Waffenplatz Chur liegen nur noch 27 Infanterie-Rekruten auf der Krankenabteilung. Die fast 300 gesunden Rekruten dürfen in den Wochenendurlaub fahren.

Ausgangssperre aufgehoben

Der Schulkommandant habe in Absprache mit dem Bündner Kantonsarzt und dem Oberfeldarzt entschieden, die geltende Ausgangssperre aufzuheben sei. Die gesunden Angehörigen der Armee könnten in den Wochenendurlaub entlassen werden, teilte das VBS mit.

Ein Rekrut der Churer Infanterie-RS befindet sich immer noch in Spitalpflege. Sein Zustand sei stabil und nicht besorgniserregend, sagte Armee-Sprecher Christoph Brunner.

Anfangs Woche hatte jeder Vierte der insgesamt 324 Infanterie-Rekruten Grippesymtome aufgewiesen. Neun der total 75 erkrankten Armeeangehörigen kurierten die Grippe zu Hause aus und nicht in der Kaserne.

(sl/sda)

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So, wie es ausschaut, scheint es mir auch so zu sein, ...
... dass die Schweinegrippe, für ansonsten gesunde Menschen, KEINE Bedrohung bedeuten sollte! Die normale Grippe sei sogar noch heftiger, nur durch DIESE Schweinegrippe offenbar verdrängt worden ... Hoffentlich stimm das so!

Eine Grippe ist aber für alle, die geschwächt sind, bald einmal bedrohlich. Da könnte sich eine Impfung wohl anzeigen, wenn ich die sachlichen Meinungen so vergleiche.

Also, sofern er gesund ist, müsste sich Herr Etschmayer nicht unbedingt impfen lassen. grins!

Ich denke auch, dass die Pharmaindustrie jetzt auch zu realisieren beginnt, dass mit der Schweinegrippe kein grosses Geschäft zu machen ist!

Trotzdem aber wurde vermutlich sehr intensiv geforscht in den letzten Jahren, zu diesem Thema, wie wohl noch selten zuvor ... Etwas Gutes hat die Sache doch. Es wurde überall inensiv nachgedacht, wie man sich gegen eine allfällige Welle von Kranken, hier jetzt durch die Schweine-Grippe, zur Wehr setzten kann - wirtschaftlich, wie medizinisch!
dazu ein aktueller Link
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-Dritte-Seite-Schweinegrippe;art...

gelungenes Marketing eines unwirksamen Medikamentes.

Herr Etschmayer, nicht impfen lassen ist wahrscheinlich besser - nicht für die Pharmaindustrie - aber für uns.
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