Schweinegrippe legt Aarauer Stadtregierung lahm
publiziert: Samstag, 2. Mai 2009 / 13:38 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Mai 2009 / 17:41 Uhr

Aarau - Noch kann bei der Schweinegrippe keine Entwarnung gegeben werden. Die sieben Mitglieder der Aarauer Stadtregierung sowie weitere Personen sind bis Dienstagmorgen unter Quarantäne gestellt worden; ein Stadtrat gilt als Schweinegrippe-Verdachtsfall.

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Wie das aargauische Departement Gesundheit und Soziales mitteilte, handelt es sich dabei um den Vorsteher des Ressorts Soziales, Gesundheit und Alter, Michael Ganz. Dieser war letztes Wochenende im gleichen Flugzeug von Philadelphia nach Zürich geflogen wie jener Patient, der nach wie vor im Kantonsspital Baden isoliert ist.

Stadtrat Ganz und seine Frau hatten Anfang vergangener Woche Grippesymptome gespürt und sind zum Hausarzt gegangen. Das Ergebnis des Labortests wird für Anfang nächster Woche erwartet. Vorsichtshalber liess der Kantonsärztliche Dienst die gesamte Stadtregierung unter Quarantäne stellen.

Auch die anderen Personen, die mit Ganz Direktkontakt hatten, müssen bis Dienstagmorgen zuhause bleiben und auf Aussenkontakte verzichten. Zu diesem Kreis gehören neben der Stadtregierung auch die Mitglieder des Verwaltungsrats der Industriellen Betriebe Aarau sowie deren Partnerinnen und Partner.

Noch keine Entwarnung

Der Vorfall bestätigt, was Fachleute sagen: Für eine Entwarnung in Sachen Schweinegrippe ist es noch zu früh - auch wenn sich herausstellen sollte, dass das Virus weniger aggressiv ist als zunächst befürchtet.

Diese Ansicht vertritt die Mikrobiologin Kathrin Mühlemann in einem Interview in der Samstagausgabe der Berner Tageszeitung «Bund». Mühlemann ist Professorin für Klinische Mikrobiologie an der Universität Bern und Ko-Direktorin des Instituts für Infektionskrankheiten.

Bisher 38 Verdachtsfälle in der Schweiz

Auch Patrick Mathys, Leiter der Sektion Pandemievorbereitung im Bundesamt für Gesundheit (BAG), teilte in der «Samstagsrundschau» von Radio DRS diese Einschätzung. Es sei immer noch zu früh für definitive Prognosen.

Nach Angaben von Mathys wurden in der Schweiz bisher 38 Verdachtsfälle abgeklärt. Bei 20 könne eine Infektion inzwischen ausgeschlossen werden, bei 17 sei das Ergebnis noch ausstehend. Bestätigt habe sich die Erkrankung in dem bereits bekannten einen Fall in Baden.

(smw/sda)

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