Schweiz besonders restriktiv bei Reproduktionsmedizin
publiziert: Dienstag, 12. Aug 2003 / 10:57 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Aug 2003 / 11:14 Uhr

Bern - Die Schweiz regelt neben Deutschland und Norwegen die medizinischen Reproduktionstechniken am restriktivsten, während Länder wie Kanada oder Belgien viel liberaler sind. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Studie mit Schweizer Beteiligung.

Der Zugriff auf das menschliche Erbgut ist hierzulange beschränkt.
Der Zugriff auf das menschliche Erbgut ist hierzulange beschränkt.
Im Hinblick auf die Debatten um die Stammzellenforschung und im Kontext wachsender internationaler Konkurrenz ist dies ein Ergebnis von einiger politischer Brisanz, wie der Schweizerische Nationalfonds (SNF) mitteilte.

Laut der Studie wird in der Schweiz, Deutschland oder Norwegen vom Staat stark in die Selbstbestimmung der Ärzte eingegriffen. Techniken wie Ei- und Embryonenspende oder die Präimplanationsdiagnostik sind verboten, zugelassene Techniken wie die Invitrofertilisation sind strikt reguliert.

Sowohl für die Schweiz als auch für Deutschland gilt, dass insbesondere die Allianz von politisch konservativen oder religiös motivierten Biomedizin-Gegnern mit Akteuren aus dem grünen und linken Lager zu einem engmaschigen Regulierungswerk beitrug.

Als liberal erscheinen Länder wie Belgien, Kanada, Italien oder die USA. Hier verfügen die Ärzte über eine grosse Autonomie, solange einige wenige Regeln beachtet werden. Zudem wird der Zugang nicht vom zivilrechtlichen Status der Patientinnen und Patienten oder deren sexueller Orientierung abhängig gemacht.

Dies ist jedoch nicht primär auf eine grundsätzlich positive Haltung gegenüber der Reproduktionsmedizin zurückzuführen. Vielmehr spielen laut SNF die grosse Meinungs- und Interessenvielfalt in den jeweiligen nationalen Ärzteschaften und Forschergemeinden sowie innerhalb der Regierungen eine zentrale Rolle.

Letztlich führe die geringe Übereinstimmung von Meinungen und Interessen zu Blockaden, die die Verabschiedung umfassender Regulierungswerke verhindern und den Ärzten und Forschenden eine grosse Autonomie gewährleisten.

(fest/sda)

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