Schweiz bietet Iran nach Erdbeben Hilfe an
publiziert: Montag, 13. Aug 2012 / 11:49 Uhr
Die Schweiz hilft den iranischen Behörden nach den schweren Erdbeben.
Die Schweiz hilft den iranischen Behörden nach den schweren Erdbeben.

Bern - Die Schweiz ist bereit, die iranischen Behörden bei der Bewältigung der Erdbebenkatastrophe zu unterstützen. Ein entsprechendes Hilfsangebot hat sie an die iranische Regierung übermittelt.

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Die Humanitäre Hilfe der Schweiz stellt ein Soforteinsatzteam zusammen, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Montag mitteilte. Dieses Team könnte bei Bedarf innerhalb von 24 Stunden ins Katastrophengebiet entsandt werden, um Bedürfnisse abzuklären und Sofortmassnahmen einzuleiten.

Kontakt zur Schweizer Botschaft in Teheran, den iranischen Behörden und Partnerorganisationen hat die Humanitäre Hilfe der Schweiz bereits aufgenommen, wie es weiter heisst.

Auch andere Staaten wie Deutschland, die USA, Singapur oder Taiwan hatten Iran Unterstützung angeboten. Die Regierung in Teheran erklärte darauf jedoch, sie komme selbst mit der Notlage zurecht.

Mehr als 300 Todesopfer

Die Zahl der Opfer der Erdbeben im Nordwesten des Irans stieg auf mehr als 300. Bei den Beben seien 306 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder, sagte Gesundheitsministerin Marsieh Wahid Dastdscherdi.

3037 weitere Menschen seien verletzt worden. Von den 268 Toten, die in Leichenschauhäuser gebracht wurden, seien 219 Frauen oder Kinder und 49 Männer gewesen. Mehr als 2000 der Verletzten seien vor Ort versorgt, die anderen in Spitäler der Region gebracht worden, sagte die Ministerin.

Der Nordwesten des Irans war am Samstag kurz nacheinander von zwei Erdstössen der Stärke 6,3 und 6,4 erschüttert worden. Betroffen war die vorwiegend ländliche Bergregion um die Städte Warsakan, Ahar und Heris in der Provinz von Ost-Aserbaidschan.

(bg/sda)

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"Die Regierung in Teheran erklärte darauf jedoch, sie komme selbst mit der Notlage zurecht"
Das darf doch auch erwartet werden. Wer Milliarden in die Rüstung und die Entwicklung der Atombombe steckt und es sich noch leistet seine Nachbarn zu bedrohen wie die iranische Regierung, der wird doch auch in der Lage sein, diese Katastrophe alleine zu meistern.
Falls nicht, sind die Prioritäten offenbar falsch gesetzt im Iran.
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Anthony Patt ist Professor für Mensch-Umwelt-Systeme an der ETH Zürich.
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