Sicherheit und Reform für Schweizer UNO-Mitgliedschaft prioritär
Schweiz feiert 10. UNO-Jubiläum
publiziert: Montag, 10. Sep 2012 / 20:50 Uhr / aktualisiert: Montag, 10. Sep 2012 / 23:14 Uhr
Man müsse «noch mehr arbeiten, sich noch mehr für unsere Werte engagieren», so Burkhalter.
Man müsse «noch mehr arbeiten, sich noch mehr für unsere Werte engagieren», so Burkhalter.

Genf - Die Schweiz hat am Montag ihren 10. Jahrestag in der UNO gefeiert. Am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York gab sie einen Empfang mit alt Bundesrat Joseph Deiss als Ehrengast. In Genf begingen Bundesrat Didier Burkhalter und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon das Jubiläum.

5 Meldungen im Zusammenhang
Deiss war vom Herbst 2010 an ein Jahr lang Präsident der UNO-Generalversammlung. Laut dem Schweizer UNO-Botschafter in New York leitete Deiss die Versammlung mit so viel Einsatz und Geschick, dass die Schweizer Diplomaten heute noch Komplimente für die «Schweizer Qualitätsarbeit und Pünktlichkeit» erhielten.

Deiss war als Aussenminister auch am 10. September 2002 dabei, als vor dem UNO-Hauptquartier zum ersten Mal die quadratische Fahne mit dem weissen Kreuz gehisst wurde. Er behalte diesen Moment als einen Höhepunkt seines Lebens in Erinnerung, sagte Deiss am Montag vor den Medien in New York.

Mit der Mitgliedschaft sei die Schweiz vom Zuschauer zum Mitspieler geworden, der seine Interessen viel besser wahrnehmen könne, sagte der alt Bundesrat.

Sicherheit und Reform

Die Schweiz hat sich zwei Prioritäten gesetzt für ihre Präsenz in der UNO in den kommenden Jahren: Die Sicherheit für die Menschen sowie die Reform der UNO. Dies erklärte Bundesrat Didier Burkhalter am Montag in Genf.

Der Chef des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten sprach in Gegenwart von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon vor einem grossen Publikum an der Universität Genf.

In den zehn Jahren Schweizer UNO-Mitgliedschaft sei «eine grosse Arbeit geleistet» worden. «Eine nützliche, notwendige aber auch ungenügende Arbeit», sagte Burkhalter. Man müsse «noch mehr arbeiten, sich noch mehr für unsere Werte engagieren».

Unerträgliche Situation in Syrien

Der Schweizer Aussenminister äusserte sich auch zur Lage in Syrien. «Die unerträgliche Situation führt es uns vor Augen: Internationale Verpflichtungen werden täglich schwerwiegend verletzt.»

Dennoch sei die internationale Gemeinschaft gelähmt, und die UNO sei hin und her gerissen zwischen der Notwendigkeit zu reagieren sowie geopolitischen und regionalen Interessen. «Manchmal triumphiert der Zynismus.»

«Die UNO muss sich reformieren, um effizienter zu werden», forderte Burkhalter. Statt nur zu reden müsse sie handeln. Aus diesem Grund setze sich die Schweiz dafür ein, dass der Sicherheitsrat transparenter werde und dass sich dessen ständige Mitglieder verpflichten, bei Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord ihr Vetorecht nicht auszuüben.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York/Brüssel - Die Welt in Himmelblau: In einer Zeit gewaltiger Herausforderungen haben die Vereinten Nationen ihren 70. ... mehr lesen
Das Sekretariatshochhaus ist das Markenzeichen des UN-Hauptquartiers in New York.
Das Denkmal soll im Inneren des Palais des Nations allen Besucherinnen und Besuchern zugänglich sein.
Bern/Genf - Die Schweiz will der UNO in Genf ein Denkmal gegen das Vergessen der Opfer von Kriegsverbrechen schenken. Dies hat Bundespräsident Didier Burkhalter vor der ... mehr lesen
New York - Für die Schweiz haben UNO-Reformen und die internationale Sicherheit Priorität an der 67. Generalversammlung, die in diesen Tagen in New York eröffnet wird. Dies sagten Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf und Aussenminister Didier Burkhalter vor Pressevertretern am Montagabend in New York. mehr lesen 
New York - In New York ist am Dienstag die 67. UNO-Generalversammlung eröffnet worden. Die Schweiz hat sich dafür sechs Schwerpunkte gesetzt. Präsidiert wird die ... mehr lesen
Der Nahe Osten und der syrische Bürgerkrieg stehen im Zentrum der Beratungen.
Ban Ki Moon äusserte sein Bedauern darüber, dass der UNO-Sicherheitsrat in der Syrien-Frage nach wie vor gespalten sei.
Damaskus - In Syrien hat die Luftwaffe erneut Angriffe gegen die Handelsmetropole Aleppo geflogen. In Genf wiederum ... mehr lesen
Der Fokus liegt auf der Evaluation von Leistungen, die heute von der Grundversicherung bezahlt werden. (Symbolbild)
Der Fokus liegt auf der Evaluation von Leistungen, die ...
Health Technology Assessment wird ausgebaut  Bern - Der Bund schaut Ärzten und Spitälern künftig genauer auf die Finger. Der Nutzen von medizinischen Leistungen und Gesundheitstechnologien soll besser überprüft werden. Sind sie nicht wirksam oder nicht effizient, muss die Krankenkasse nicht dafür bezahlen. 
Kosten für Gesundheit steigen Neuenburg - Die Ausgaben für das Gesundheitswesen sind 2014 im Vorjahresvergleich um 2,8 Prozent auf 71,2 Milliarden ...
Ärzte, Krankenhäuser und Heime machen 72,2 Prozent der Gesundheitsausgaben aus.
Dschungelbuch «Bist Du nicht willig, stimmen wir ab.» So lautet die Devise der unschweizerischen bürgerlichen Mehrheit seit den Wahlen im Herbst 2015. «Wie schamlos hätten Sie es ... mehr lesen   1
Der Nationalrat - seit 2016 absolut schamlos.
Steuererleichterung für Bauern Bern - Der Nationalrat macht den Bauern ein Millionengeschenk: Sie sollen auf Gewinnen aus dem Verkauf von Bauland keine ...
Die Bauern dürfen sich freuen.
Nationalrat hält Bundesrat zum Sparen an Bern - Mit der Legislaturplanung kündigt der Bundesrat dem Parlament an, was er ...
Viel Zündstoff in der Sondersession Bern - Am Montagnachmittag beginnt die Sondersession des Nationalrats. Diese dauert ...
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 720
    Es ist genau diese Haltung . . . . . . die uns in den Wahnsinn treibt. Tempo 30 auf Autobahnen wäre dann ... gestern 13:23
  • PMPMPM aus Wilen SZ 234
    Wäre schön... ...es wäre ein neoliberales Parlament! Leider ist die SVP in der ... gestern 09:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1745
    Ach so ist das? Nur weil es hunderttausend Raser gibt, die meist den IQ eines Gorillas ... gestern 00:25
  • Pacino aus Brittnau 720
    Gute Nacht Rechtspflege . . . . . . 100'000 Fahrausweisentzüge im Jahr bringen bei einer ... Di, 03.05.16 17:23
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3895
    Und... wer schützt den Stacheldraht? Eine Grenze, die nicht auch bis in ... Di, 03.05.16 14:10
  • HeinrichFrei aus Zürich 423
    Männer, Frauen und Kinder in Ausschaffungshaft: Politische Gefangene? Flüchtlinge würden häufig als Belastung oder Bedrohung empfunden, sagte ... Di, 03.05.16 05:35
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3895
    Zur... Flüchtlingskrise hat Saudi-Arabien kürzlich gesagt, dass das Land ... So, 01.05.16 15:33
  • Kassandra aus Frauenfeld 1745
    Aufpassen, dass man nicht in die falsche Richtung läuft! Denn das kann die SVP noch ... Mi, 27.04.16 11:05
 
Wettbewerb
   
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zum Release des siebten Teils der Star Wars-Serie («Das Erwachen der Macht») verlosen wir zwei DVDs.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 3°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 4°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 2°C 15°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 2°C 17°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 4°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 5°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Lugano 7°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten