Schweiz fordert Öffnung des indischen Bankensektors
publiziert: Freitag, 2. Mai 2008 / 19:28 Uhr

Bombay - Bei einem Treffen mit den Zentralbankern von Indien haben sich Bundesrätin Doris Leuthard und die Schweizer Banken über die schwierigen Geschäftsverhältnisse für Banken in Indien beklagt. Sie forderten eine Öffnung des stark kontrollierten Sektors.

Bundesrätin Doris Leuthard weilt noch immer in Indien.
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Die Volkswirtschaftsministerin wurde unter anderem begleitet von Führungskräften der UBS, der Credit Suisse und Vontobel sowie von Pierre Mirabaud, dem Präsidenten der Schweizerischen Bankiervereinigung. «Wir haben uns bei der Zentralbank für die im März erfolgte Banklizenz für die UBS bedankt», sagte Leuthard gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Für eine Banklizenz, die von der Zentralbank Indiens vergeben wird, interessiert sich auch die Credit Suisse. Der Bewilligungsprozess sei im Gange, sagte Leuthard. Gemäss den zwei indischen Zentralbankern dürfte der Lizenzentscheid in drei bis vier Monaten fallen.

Die Vertreter der Schweizer Banken nutzten das Treffen auch, um für eine Liberalisierung des indischen Bankenwesens zu werben. Eine Forderung, die von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) unterstützt wird.

Bundesstaaten mit grosser Autonomie

Eine ausgewählte Delegation um Leuthard kam daneben in Bombay mit dem Industrieminister des indischen Bundesstaats Maharashtra zusammen. «Nach dem Zentralstaat ist es genauso wichtig, mit den verschiedenen Bundesstaaten zu sprechen», sagte Leuthard. Diese besässen eine grosse Autonomie.

Der indische Markt gewinnt dank der rasanten Entwicklung der Wirtschaft zunehmend an Attraktivität. Die Wachstumsraten der vergangen Jahren betrugen sieben bis neun Prozent. 2006 überholte Indien Japan als drittgrösste Volkswirtschaft der Welt. Die ersten beiden Plätze belegen USA und China.

(smw/sda)

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