Schweiz gegen Spanien ohne die Nummer 1
publiziert: Mittwoch, 8. Nov 2006 / 00:02 Uhr

Wie in den letzten beiden Jahren muss das Schweizer Davis-Cup-Team auch 2007 in der Startrunde ohne Roger Federer auskommen. Die Partie gegen Spanien findet vom 9. bis 11. Februar wider Erwartungen abermals in Genf statt.

7000 Zuschauer pro Tag scheinen nicht illusorisch, wenn «Rafa» seine Muskeln in Genf spielen lässt.
7000 Zuschauer pro Tag scheinen nicht illusorisch, wenn «Rafa» seine Muskeln in Genf spielen lässt.
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Federer, der sich zur Zeit auf das Masters in Schanghai vorbereitet, teilte seinen Verzicht am Montagabend mit. Verbandspräsident René Stammbach begründete die Absage anderntags so: «Roger will sich in der ersten Jahreshälfte wie bisher auf die intensive Turniertätigkeit im Rahmen der ATP-Tour und die Verteidigung seiner Nummer-1-Position konzentrieren. Zudem hat er betont, dass der Davis Cup ein zu grosses Ziel sei, als dass er einfach versuchen wolle, ihn quasi im Vorbeigehen zu gewinnen.»

Stammbach ist natürlich von der Absenz des Weltranglisten-Ersten nicht begeistert, versteht aber dessen Entscheid: «Natürlich bedauern wir den Verzicht. Wir sind aber anderseits auch stolz, dass er diesen Status erreicht hat. Ich habe volles Verständnis und hoffe, dass er sehr schnell die Titel gewinnt, die er holen will, damit er dann frei ist, um auch den Davis-Cup zu gewinnen.»

Noch nicht geäussert hat sich Federer zum Thema einer Teilnahme an einer allfälligen Barrage. In den letzten Jahren war er stets bereit, dem Team zum Klassenerhalt zu verhelfen und tat dies denn auch mit Erfolg.

Zu grosse Konkurrenz durch Eishockey

Unmittelbar nach der Barrage gegen Serbien hatten die Swiss-Tennis-Vertreter betont, sie wollten nun nach sechs aufeinanderfolgenden Auftritten im Welschland mit dem prestigeträchtigen Mannschaftswettbewerb unbedingt in die Deutschschweiz zurückkehren.

Das war leichter gesagt als getan: Schon bald zeigte sich, dass alle grossen Eishockey- und Eventhallen während des Februar-Termins entweder belegt oder nicht während der ganzen von der ITF geforderten 16 Tage verfügbar sind.

So findet zum Beispiel im Hallenstadion in Zürich die Eislauf-Gala «Art on Ice» statt, in der Basler St. Jakobshalle eine Galanacht für Pferde und in Bern legte der SCB sein Veto ein. Die sonst am meisten diskutierten Varianten, Kloten und Rapperswil, scheiterten an der Eisbelegung durch die lokalen Eishockeyklubs; in Rapperswil kamen noch infrastrukturelle Probleme hinzu.

Zum Glück sprang die traditionell positiv gesinnte Stadt Genf ein; sie wird die Palexpo-Halle zu Vorzugskonditionen zur Verfügung stellen. OK-Präsident Erik Keller: «Es ist effizienter, kostengünstiger und schneller, wenn wir wieder in Genf sind.»

Das Versprechen gegenüber den Deutschschweizern hat man aber nicht vergessen. Für die Begegnung gegen Spanien sollen verschiedene Massnahmen getroffen werden, damit Fans von diesseits der Saane den Weg nach Genf finden. Zudem will Stammbach in den nächsten Monaten politische Vorstösse zur Verbesserung der misslichen Hallensituation unternehmen.

Rafa lässt seine Muskeln spielen

Gegen Spanien wird die Schweiz zwar als Aussenseiter antreten, vor allem, wenn die Gäste in Bestbesetzung spielen, das heisst mit Rafael Nadal, Tommy Robredo und David Ferrer. Aber die Stimmung in Genf dürfte trotzdem gut sein; 7000 Zuschauer pro Tag scheinen nicht illusorisch, wenn «Rafa» seine Muskeln in Genf spielen lässt. Erstens «ziehen» Stanislas Wawrinka, Yves Allegro und Co. in der Romandie, und zweitens beherbergt Genf eine grosse spanische Gemeinde.

Ende 2006 läuft der dreijährige Vertrag mit der Grand Chelem Management SA aus, die bisher für die Organisation der Heimspiele im Davis Cup und im Fedcup verantwortlich zeichnete. Swiss Tennis hat nun beschlossen, diese Partien künftig wieder in Eigenregie durchzuführen - mit der Möglichkeit, einzelne Bereiche auszulagern.

Tragende Figur in der neuen «Inhouse-Organisation» neben Erik Keller ist Daniel Monnin, einer der versiertesten Tennis-Fachleute im Verband. Der bisherige Kommunikationschef, der nebenbei schon lange als gewiefter Manager des Davis-Cup-Teams fungiert, übernimmt nun die operative Leitung.

(von Marco Keller/Si)

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