Ziel sei es, den Schleppern das Handwerk zu legen
Schweiz gründet Task-Force zur Bekämpfung von Schlepperbanden
publiziert: Freitag, 28. Aug 2015 / 14:30 Uhr / aktualisiert: Freitag, 28. Aug 2015 / 15:42 Uhr
Die Arbeitsgruppe setzt aus Mitarbeitern des Grenzwachtkorps, der Kantonspolizeien, der Bundespolizei und Justizbehörden zusammen.
Die Arbeitsgruppe setzt aus Mitarbeitern des Grenzwachtkorps, der Kantonspolizeien, der Bundespolizei und Justizbehörden zusammen.

Bern - Zur Bekämpfung von internationalen Schlepperbanden, die Flüchtlinge auf illegalem Weg nach Europa bringen, ruft die Schweiz eine Task-Force ins Leben. Diese soll aus Grenzwächtern und Polizisten bestehen und mit italienischen und deutschen Behörden zusammenarbeiten.

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Ziel sei es, die Schleppernetzwerke «zu erwischen, zu verhaften und zu verurteilen», sagte Olivier Pecorini, Vizedirektor des Bundesamtes für Polizei fedpol, am Freitag in der Sendung «Rendez-vous» von Schweizer Radio SRF. Beim Menschenschmuggel nach Europa handle es sich inzwischen um «organisierte Kriminalität». Um diese zu bekämpfen, sei auf europäischer Ebene, aber auch innerhalb der Schweiz, eine Zusammenarbeit nötig.

Die Arbeitsgruppe werde ihre Arbeit in den nächsten Tagen in Chiasso TI aufnehmen. Sie setze sich aus Mitarbeitern des Grenzwachtkorps, der Kantonspolizeien, der Bundespolizei und Justizbehörden zusammen.

Wichtiges Transit- und Destinationsland

Die Schweiz sei für viele Flüchtlinge auf dem Weg ins «reiche Nordeuropa» ein wichtiges Transit- und Destinationsland. Es gäbe zwei Hauptrouten durch die Schweiz: Die eine führe von Norditalien ins Tessin und von dort aus via Basel Richtung Deutschland. Die zweite führe von der Region Mailand via Simplonpass nach Frankreich.

Ziel sei es, den Schleppern das Handwerk zu legen - auch damit sich in der Schweiz keine Flüchtlingsdramen ereigneten wie etwa am Donnerstag in Österreich, sagte Pecorini weiter. Dort waren auf der Ostautobahn A4 im Burgenland rund 70 Menschenleichen im Kühlraum eines Schlepper-Lastwagens gefunden worden. Die Flüchtlinge waren vermutlich unterwegs erstickt.

(jbo/sda)

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Warum...
müssen die Schlepper bekämpft, ihre Netze zerschlagen werden?
Weil man nicht will das Flüchtlinge / Migranten über das Mittelmeer nach Europa kommen?
Oder weil so viele Menschen auf dem Seeweg nach Europa umkommen?
Dann sollte man sie abholen, Fährverbindungen einrichten, die Armen informieren worauf sie in Europa Anspruch haben und sie dann, auf Wunsch, einfliegen. Auch die Rohingyas aus Südostasien, die können schliesslich nichts dafür, das sie soweit weg leben. Und falls, wie einige befürchten, unter den Flüchtlingen auch IS-Kämpfer sein sollten, so wird ein offenes, tolerantes Europa auch damit fertig, einfach integrieren. Eine Burka kann man auch als bunte Bereicherung ansehen. Man muss nur wollen.
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