Bundesrat Maurer nimmt Stellung zu entwendeten Daten
Schweiz hat Glück gehabt beim Datendiebstahl
publiziert: Samstag, 29. Sep 2012 / 11:44 Uhr
Maurer räumte ein, dass bei einer Weitergabe der gestohlenen Daten «die Glaubwürdigkeit des Staates auf Jahre untergraben gewesen wäre.»
Maurer räumte ein, dass bei einer Weitergabe der gestohlenen Daten «die Glaubwürdigkeit des Staates auf Jahre untergraben gewesen wäre.»

Bern - Bundesrat Ueli Maurer räumt ein, dass bei der Aufdeckung des Datendiebstahls im Nachrichtendienst des Bundes auch Glück im Spiel war. Eine Weitergabe der gestohlenen Daten hätte das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Schweiz nachhaltig beschädigt, sagte Maurer.

6 Meldungen im Zusammenhang
Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es nie, ein solches Leck zu verhindern, sagte der Chef des Verteidigungsdepartement in einem am Samstag erschienen Interview mit der NZZ. «Am Schluss stehen immer Menschen, denen Sie vertrauen müssen.»

Man habe aber Massnahmen ergriffen und an verschiedenen Orten zusätzliche Kontrollen eingebaut. Etwa werde überprüft, wer überhaupt externe Datenträger an die Computersysteme anschliessen dürfe. Laut Maurer sind keine disziplinarischen Konsequenzen ergriffen worden, weil keine fahrlässigen Fehler begangen worden seien.

Maurer räumte ein, dass die Angelegenheit glückhaft ausgegangen sei. Viel stand dabei auf dem Spiel. Bei einer Weitergabe der gestohlenen Daten wäre «die Glaubwürdigkeit des Staates auf Jahre untergraben gewesen». Sowohl bei ausländischen Nachrichtendiensten wie auf diplomatischer Ebene.

Dagegen sei die «physische Unversertheit» der Schweiz kaum gefährdet gewesen, versicherte Maurer. Über den konkreten Dateninhalt schwieg sich Maurer weiter aus. Die Inhalte hätten aber Rückschlüsse darüber erlaubt, «wie der Staat Schweiz funktioniert». Möglich wären auch konkrete Attacken gewesen.

Hinweis aus dem Inland

Das Verteidigungsdepartement hatte den Datendiebstahl am Mittwochabend publik gemacht. Die Bundesanwaltschaft (BA) war bereits am 25. Mai vom Nachrichtendienst über den Verdacht des Datendiebstahls informiert worden. Ursprung war ein Hinweis aus dem Inland, allerdings von ausserhalb der Bundesverwaltung.

Daraufhin führte die BA in Zusammenarbeit mit der Bundeskriminalpolizei eine Hausdurchsuchung bei einem Verdächtigen durch. Der Informatik-Mitarbeiter wurde verhaftet. Er entwendete über mehrere Wochen Festplatten mit elektronischen Daten. Nach Angaben der BA deuteten Hinweise darauf hin, dass die Absicht bestand, die Daten ins Ausland zu verkaufen.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der Datendiebstahl im Nachrichtendienst von vergangenem Jahr hat Folgen für die gesamte Bundesverwaltung. Künftig ... mehr lesen
Ueli Maurer: Aus Problemen lernen.
Bern - Der Nachrichtendienst will seine Mitarbeitenden künftig kontrollieren und überwachen können. Mit dem neuen Nachrichtendienstgesetz soll er dies ... mehr lesen
Bei anderen Geheimdiensten seien minuziöse Kontrollen Routine. (Symbolbild)
Bern - Der Mitarbeiter, der beim Nachrichtendienst des Bundes (NDB) mutmasslich Daten entwendet hatte, ... mehr lesen
Zum Inhalt der Daten wurden keine Angaben gemacht.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die entwendeten Daten wurden vollumfänglich sichergestellt und eine Weitergabe konnte verhindert werden. (Symbolbild)
Bern - Beim Nachrichtendienst des ... mehr lesen
Mobilität müsse weiterhin für alle Nutzer erschwinglich bleiben, sagt der Bundesrat.
Mobilität müsse weiterhin für alle Nutzer erschwinglich bleiben, sagt ...
Erste Modelle skizziert  Bern - Schluss mit Staus auf Schweizer Strassen und Dichtestress in Zügen: Dieses langfristige Ziel verfolgt der Bundesrat. Nun hat er erste Modelle für eine leistungsabhängige Verkehrsabgabe skizziert. Der Weg bis zu einer möglichen Umsetzung ist noch weit. 
Konsumentenpreise stiegen im März Bern - Erstmals seit drei Monaten sind die Konsumentenpreise in der Schweiz wieder angestiegen: Der vom Bundesamt für ...
Die Konsumpreise wuchsen im letzten Monat.
Mit Vorschlägen nicht zufrieden  Bern - Mit seinen Vorschlägen zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative missachte der Bundesrat den Volkswillen, kritisiert die ...   2
Die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative gibt zu reden. (Symbolbild)
Ein Wirtschaftsaufschwung nützt Bezügern wenig Bern - Ob die Wirtschaft wächst oder schwächelt, hat kaum einen Einfluss auf die Sozialhilfequote in der ...
Die Sozialhilfequote hängt nicht gross vom Wirtschaftswachstum ab.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1345
    Grenzen auf! Ich meine die Hirngrenzen! Wer die ärmsten Länder der Welt derartig ... gestern 17:26
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3052
    Grenzen zu! Wer hier her will, zeigt seinen Pass mit Visum vor, wer keinen hat ... Di, 26.05.15 22:04
  • Kassandra aus Frauenfeld 1345
    Jeder Schweizer Bürger, der in der EU arbeitet, hat bereits nach einem einzigen Arbeitstag volle ... Di, 26.05.15 16:59
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3052
    Alle... Unterstützer, Sympathisanten, Refugee-Versteher, Grüne und wer noch ... Di, 26.05.15 16:31
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3052
    Unsinn "Anspruch auf Sozialhilfe hätte gemäss dem Umsetzungskonzept nur, wer ... Di, 26.05.15 16:19
  • Kassandra aus Frauenfeld 1345
    Entsetzt? Dass diese Abschottungsinitiative nie ohne Verluste und schädliche ... Di, 26.05.15 12:21
  • Kassandra aus Frauenfeld 1345
    Wenn es keine Masseneinwanderung gibt, dann kann sie auch nicht beendet werden! Sie reden Unsinn, ... Di, 26.05.15 11:57
  • PMPMPM aus Wilen SZ 193
    Aslybereich...? Der hat mit der Freizügigkeitsregelung rein gar nichts zu tun. ... Mo, 25.05.15 18:38
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 5°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 2°C 13°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 5°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 5°C 17°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 8°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 9°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 17°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten