Schweiz hat Platz für 10 Millionen Einwohner
publiziert: Sonntag, 26. Aug 2012 / 12:28 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 26. Aug 2012 / 13:52 Uhr
Maria Lezzi, Direktorin im Bundesamt für Raumentwicklung
Maria Lezzi, Direktorin im Bundesamt für Raumentwicklung

Bern - Die aktuellen Baulandreserven der Schweiz bieten noch Platz für bis zu 2,1 Millionen zusätzliche Einwohner. Diese Rechnung macht Maria Lezzi, Direktorin des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE). Lezzi zeigt aber Verständnis für das verbreitete Unbehagen gegenüber dem Bevölkerungswachstum.

6 Meldungen im Zusammenhang
Die Annahme der Zweitwohnungsinitiative sei ein «klares Stoppsignal» gewesen, sagte Lezzi im Interview mit der Zeitung «Sonntag». Als weiteres Indiz für den Widerstand wertet die ARE-Direktorin die sich summierenden Ablehnungen von Einzonungen an Gemeindeversammlungen.

Aber auch ohne zusätzliche Einzonungen habe die heute 8 Millionen Personen zählende Schweiz Platz für 1,4 bis 2,1 zusätzliche Einwohner. Dies sei allerdings ein theoretischer Wert, betonte Lezzi. Der Entscheid, ob das Land tatsächlich so viele zusätzliche Einwohner wolle, müsse auf politischer und gesellschaftlicher Ebene getroffen werden.

Verdichtetes Bauen als Lösung

Lezzi, die dem ARE seit 2009 vorsteht, räumte Versäumnisse bei der Raumplanung ein. Grundsätzlich sei die Raumplanung Sache der Kantone. Der Bund habe seine Möglichkeiten zur Einflussnahme aber zu wenig wahrgenommen: «Wir waren diesbezüglich vielleicht zu tolerant.» Das revidierte Raumplanungsgesetz sei ein Mittel, um die Zersiedelung zu bremsen, sagte Lezzi.

Neben dem Bevölkerungswachstum sei der steigende Platzbedarf ein Faktor für das sich verändernde Landschaftsbild: «Seit 1960 hat sich die beanspruchte Wohnfläche pro Person verdoppelt». Abhilfe könnte laut Lezzi mit verdichtetem Bauen geschafft werden. Schon mit der Verlagerung vom Ein- und Zweifamilienhaus zum Drei- oder Vierfamilienhaus lasse sich «sehr viel herausholen».

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
3
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Ende 2012 haben 8'036'900 Personen in der Schweiz gewohnt. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die ständige ... mehr lesen 1
Immer mehr Leute wohnen in der Schweiz.
Bern - Jede achte Person der Schweizer Wohnbevölkerung - insgesamt fast eine Million Menschen - lebt in einer der fünf ... mehr lesen 1
Die Stadt Zürich ist die bevölkerungsreichste Gemeinde.
Schweizer Bevölkerung wächst auf über 8 Millionen Einwohner.
Bern - Bald zählt die Schweiz mehr als acht Millionen Einwohnerinnen und ... mehr lesen 3
Grenchen - Im vergangenen Jahr ist die Suche nach einer Mietwohnung noch schwieriger geworden. Obwohl viele neue ... mehr lesen 2
Das Angebot kann trotz vieler neuer Wohnungen nicht mit der Nachfrage mithalten.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Rein mit den Fremden
Ja nur rein mit Ausländer und RAUS mit Schweizern. Wieder geht es um Geld. Die armen Schweizer verelenden hier und sterben und die meisten wandern aus. NUR die Reichen Schweizer, denen geht es gut, wie überall. Aber dass wir soviele arme Schweizer haben, das wollen die Reichen verstecken, aber das Elend was in der Schweiz ist, ist gross, jedoch wird es versteckt.
Also nur REIN mit Ausländer, wir haben ja so viel Platz. Und RAUS mit Euch Schweizer.
Hier geht es nur um Geld. Bin eine Eidgenossin und muss zusehen, wie meine Heimat den Bach runter geht. Zum Auswandern bin ich zu arm, also muss ich hier in der schönen Schweiz verelenden. Und muss mich den Ausländern anpassen. Diese Zukunft macht nicht nur mir Angst, jedoch sind die Eidgenossen sehr verschlossen und äussern sich selten. Aber viele haben Angst.
Stimmt !
Geht aber einher mit sinkender Lebensqualität aufgrund langfristig schwindender Ressourcen. Daher ist ein Abbau der Bevölkerung ins Auge zu fassen und nicht ein Ausbau.
Stimmt
diese Aussage ist völlig richtig. Es hat genug Wohnraum. Wenn sich die Bevölkerung nicht auf der Strasse und den öffentlichen Verkehrsmittel rumbewegen würden, würde es klappen.

Frau Lezzi sie erzählen einen Stuss
Grosser Aufwand, kleiner Ertrag
Grosser Aufwand, kleiner Ertrag
1. August  Bern - Den 1. August mit einem Brunch auf dem Bauernhof einzuläuten, ist für viele Schweizerinnen und Schweizer Tradition. In diesem Jahr wird mit bis zu 150'000 Besuchern gerechnet. Allerdings machen immer weniger Bauern beim Brunch mit. 
Ferien in der Schweiz  100 Jahre Nationalpark! Dieses Woche wird das Jubiläum des ersten Nationalparks der ...
Der älteste Nationalpark der Alpen
Nationalpark-Eröffnung vom Weltkrieg überschattet Zernez GR - Das Gebiet des Schweizerischen Nationalparks war bei der Gründung vor 100 Jahren keine ... 1
100 Jahre Schweizerischer Nationalpark.
2013 kontrollierte das BAV 347 Güterzüge mit insgesamt 5688 Güterwagen.
Güterverkehr  Bellinzona - Das Bundesamt für Verkehr ...  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2327
    Die... Europäer werden sich noch die Augen reiben. Es ist derart ... gestern 12:28
  • Jawoll aus Bern 2
    "Beine machen" Warum so kompliziert? Amstutz' Vorschlag bringt doch nur wieder ... gestern 10:16
  • jorian aus Dulliken 1466
    Wundert mich nicht! Die EU ist keine Demokratie. Dies hat ja nichts damit zu tun ob man ... Fr, 25.07.14 08:04
  • kubra aus Port Arthur 3003
    Moment Ein auf ewig unkündbarer Vertrag ist sittenwidrig, ungültig per se und ... Do, 24.07.14 22:01
  • BigBrother aus Arisdorf 1443
    zur Freude der SP und der GSoA Wer ist ’die Mitte’ bzw. der ’Mitte’-Wähler? Die sogenannte ’Mitte’ ... Mi, 23.07.14 11:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2327
    Israel... kann beruhigt sein, denn immer mehr Menschen durchschauen die ... So, 20.07.14 09:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2327
    Dunkel "Wenn die Initiative angenommen würde, träfe dies also alle – «auch ... Mi, 16.07.14 12:52
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Höhere Fachschulen oder Fachhochschulen? Das ist ein Unterschied: "höhere Fachschulen (HF)" sind keine ... Mi, 16.07.14 07:15
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 14°C 19°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Basel 14°C 18°C bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
St.Gallen 14°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 15°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Luzern 15°C 24°C leicht bewölkt, Gewitter, starker Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf 16°C 22°C bewölkt, Gewitter, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Lugano 18°C 24°C bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten