«Schweiz kann sich Rentenalter 62 leisten»
publiziert: Dienstag, 11. Mrz 2008 / 11:19 Uhr

Bern - Die Schweiz kann sich nach Ansicht des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) ein flexibles Rentenalter ab 62 leisten. Die AHV schreibe nämlich entgegen den Prognosen von Bundesrat Pascal Couchepin nach wie vor schwarze Zahlen.

Die Wirtschaft fordert eine Erhöhung des Rentenalters.
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Im Jahr 2000 habe der Bundesrat für die Zukunft ständig höhere AHV-Defizite prognostiziert, sagte SGB-Präsident und SP-Nationalrat Paul Rechsteiner (SG) laut Redetext in Bern. Stattdessen schreibe das Sozialwerk wie in der Vergangenheit schwarze Zahlen.

So habe für 2007 statt des vom Bundesrat befürchteten Defizits von mehr als 2,5 Mrd. Franken ein Überschuss von 1,5 Mrd. Franken resultiert. Dieses gute Ergebnis sei trotz der Erhöhung der AHV-Renten und des schlechten Anlagejahres erzielt worden.

Statt eines Sozialabbaus sei nun endlich die Möglichkeit einer sozialen Frühpensionierung ab 62 Jahren auch für untere und mittlere Einkommen zu realisieren. Das beste Modell dafür sei die Volksinitiative «für ein flexibles Rentenalter» des SGB.

FDP vollzieht Kehrtwende

Die SGB-Initiative und die 11. AHV-Revision werden am kommenden Montag vom Nationalrat behandelt. Die 11. AHV-Revision will unter anderem das Rentenalter der Frauen erhöhen, ohne dass der Rentenvorbezug für tiefere Einkommen finanziell erleichtert wird.

Die Vorlage steht jedoch auf der Kippe, nachdem die FDP eine Kehrtwende vollzog und sich gegen die Vorlage stellte. Derweil beharrt die Wirtschaft auf ihrer Forderung nach einer Erhöhung des Rentenalters.

(ht/sda)

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