Schweiz knüpft Birma-Hilfe an Bedingungen
publiziert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 22:20 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 22:37 Uhr

Rangun - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat grosszügigere Spenden für die Opfer des Zyklons in Birma angemahnt. Jede Hilfe, die nicht an Bedingungen geknüpft sei, sei willkommen, sagte Ban auf einer Geberkonferenz in Rangun.

Die Schweiz fordert den direkten Zugang seiner Helfer.
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Die Schweiz versprach, die Hilfe von 2,5 Millionen - eine Million davon ging an das Welternährungsprogramm (WFP) - auf 4 Millionen Franken zu erhöhen. Bedingung sei, dass die Helfer direkten Zugang zu den Opfern erhielten, sagte eine Sprecherin des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Nach Schätzungen von Teilnehmern sagten die Geber insgesamt 50 Millionen Dollar an Hilfen zu, die hauptsächlich in Hilfsprogramme der UNO fliessen sollen. Ban betonte zudem, die Regierung Birmas scheine sich nun zu bewegen, nachdem bürokratische Hindernisse eine effektive Hilfe zuvor beträchtlich behindert hätten.

Birma gegen Auflagen

Der burmesische Regierungschef Thein Sein betonte, sein Land akzeptiere nur Spenden und Hilfe von Ländern, die keinerlei Auflagen machten. «Wir freuen uns über jede Hilfe, die aus gutem Willen gegeben wird, vorausgesetzt es werden keine Auflagen gemacht und nichts wird politisiert», sagte er.

Bei der von den UNO und dem südostasiatischen Staatenbündnis ASEAN organisierten Konferenz trafen in Rangun 500 Vertreter aus mehr als 50 Ländern - darunter der Schweiz - zusammen, um finanzielle Hilfen für das seit Jahren abgeschottete Land zu koordinieren.

Milliardenkosten für Wiederaufbau

Die burmesische Militärregierung schätzt die Kosten für den Wiederaufbau auf 10,7 Milliarden Dollar. Sie beharrt auf ihrem Standpunkt, dass die Überlebenden inzwischen ausreichend versorgt seien und die Phase des Wiederaufbaus begonnen habe.

Die Vereinten Nationen gehen hingegen davon aus, dass auch drei Wochen nach dem verheerenden Wirbelsturm «Nargis» erst ein Viertel der rund 2,5 Millionen Bedürftigen ausreichend versorgt ist. 134'000 Menschen sind tot oder gelten als vermisst.

(ht/sda)

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