Schweiz kritisiert UNO-Jahresbericht
publiziert: Donnerstag, 10. Nov 2005 / 21:50 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Nov 2005 / 22:58 Uhr

New YORK - Ein Schweizer Vorschlag zur verbesserten Zusammenarbeit des UNO-Sicherheitrates mit der Vollversammlung hat in New York die Zustimmung zahlreicher Staaten gefunden. Zuvor hatte der Sicherheitsrat seinen Jahresbericht vorgelegt.

Laut Peter Maurer wünscht sich die Schweiz eine gründlichere Präsentation der Herausforderungen.
Laut Peter Maurer wünscht sich die Schweiz eine gründlichere Präsentation der Herausforderungen.
4 Meldungen im Zusammenhang
Der Bericht sei im Wesentlichen bloss eine Auflistung der Sitzungen und bereits veröffentlichten Dokumente des Rates, kritisierten einige der UNO-Botschafter, so auch der Schweizer Vertreter in New York, Peter Maurer.

In seiner Rede vor der Vollversammlung sagte Maurer, als massgeblicher Beitragszahler zum UNO-Budget wünsche sich die Schweiz aber eine gründlichere Präsentation der Herausforderungen, die sich dem Rat im Verlauf des Jahres gestellt hätten.

Die Zusammenarbeit des Rates mit Nichtmitgliedern müsse unbedingt gefördert und die Arbeitsmethoden weiterhin verbessert werden, forderte Maurer.

Unterstützung für Resolutionsvorschlag

Der Schweizer Resolutionsvorschlag wurde von zahlreichen Staaten gelobt. So unterstützten am Donnerstagvormittag bereits die Gemeinschaft der karibischen Staaten (CARICOM), südamerikanische Länder und zahlreiche afrikanische Nationen den Vorstoss der fünf Kleinen.

Die Staats- und Regierungschefs hätten in ihrem Schlussdokument nach dem Gipfel im September deutlich gemacht, dass eine Ratsreform dringend nötig sei, sagte Maurer. Die Zusammensetzung des Gremiums reflektiere die geopolitischen Realitäten nicht genügend. Die Schweiz unterstütze eine Erweiterung des Rates nach objektiven Kriterien.

Gegen Erweiterung des Vetorechts

Maurer sprach sich im Namen der Schweiz gegen eine Erweiterung des Vetorechts auf neue Mitgliedstaaten aus. Ein Veto erschwere die Entscheidungsfindung und die Fähigkeit des Rates, handeln zu können.

Viele Staaten hätten eine tiefgreifende Reform des Generalsekretariates gefordert. Die Schweiz unterstütze eine solche vehement, sei aber der Ansicht, dass ebenso bedeutsame Neuerungen im Sicherheitsrat stattzufinden hätten.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Die Mitgliedsländer der ... mehr lesen
Der UNO-Haupsitz in New York.
Der US-Botschafter bei der UNO spricht von einem kritischen Augenblick für die Vereinten Nationen.
New York - Die USA haben mit einer Verzögerung des UNO-Budgets gedroht, sollten die Reformen der Organisation bis Jahresende nicht vollzogen sein. mehr lesen
New York - Sanktionen der UNO gegen Einzelpersonen und Organisationen ... mehr lesen
Finanz- und Reisesanktionen dürfen laut Maurer keineswegs die Menschenrechte verletzen.
Bern - Die Schweiz macht sich für die Reform der UNO stark und hat konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 Millionen Franken aus der Radio- und Fernsehabgabe direkt unterstützt.
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 ...
57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Medien für die Demokratie hat das Parlament in der ausserordentlichen Session breit abgestützte Motionen überwiesen, um finanzielle Soforthilfe im Umfang von 57.5 Millionen Franken zu leisten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 zwei entsprechende Notverordnungen verabschiedet. mehr lesen 
Verbände Detailhandelsumsätze im März 2020  Bern - Die um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten Detailhandelsumsätze sind im März ... mehr lesen  
Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte eine Zunahme der nominalen und realen Umsätze von jeweils 8,4%.
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler Bedeutung. Sie informieren die Bevölkerung und ermöglichen dadurch wichtige Debatten. Sinkende Erträge machen ... mehr lesen
Um die Medienbranche bei der digitalen Transformation zu unterstützen, sollen neu auch Online-Medien gefördert werden.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 12°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Basel 13°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 12°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Bern 11°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Luzern 13°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Genf 12°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 17°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten