Schweiz peilt gegen Gabun erfolgreicher Start an
publiziert: Donnerstag, 26. Jul 2012 / 10:00 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 26. Jul 2012 / 16:25 Uhr
Fabian Frei will positive Eindrücke und Erfahrungen des Turniers aufsaugen.
Fabian Frei will positive Eindrücke und Erfahrungen des Turniers aufsaugen.

Heute Abend (18.15 Uhr/live auf fussball.ch) startet die Schweizer U23-Auswahl in Newcastle zum Olympia-Fussballturnier. Gegen den unberechenbaren Afrika-Cup-Sieger Gabun will die selbstbewusste SFV-Equipe einen ersten Akzent setzen.

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Mit dem Olympia-Virus hat sich im Norden Englands irgendwie noch keiner richtig infiziert. Die klassischen Symbole der Spiele zieren das Strassenbild der Premier-League-Stadt nur vereinzelt. Es herrscht Ruhe. Das gilt auch für das temporäre Camp der Schweizer. Sie haben sich fernab des olympischen Zentrums ohne Nebengeräusche auf ihren ersten Einsatz vorbereitet.

Ziel: Viertelfinal in London

Fabian Frei stört sich am etwas tristen Rahmen nicht gross: «Darauf haben wir uns einstellen können. Wir erzeugen das Olympia-Feeling im Hotel gleich selber.» Der Double-Gewinner aus Basel will vor allem positive Eindrücke und Erfahrungen des Turniers aufsaugen. Er plant einen längeren Aufenthalt in England: «Unser Ziel ist der Viertelfinal in London.»

Den Konkurrenten der Gruppenphase ist Frei seit dem Flug auf die Insel täglich mehrfach begegnet. Die Teams von Gabun, Mexiko und Südkorea logieren im gleichen Hotel wie die Schweizer. An einer EM oder WM wäre das undenkbar; dort wird der Abschottung oberste Priorität eingeräumt. Für Frei ist die ungewohnte «Wohngemeinschaft» kein Thema: «Sie sind ja nur auf dem Platz Gegner. Daneben kann man sich anständig Hallo sagen.»

«Es sieht relativ gut aus»

Frei verbreitet - wie die übrigen SFV-Vertreter übrigens auch - Zuversicht. Vor dem womöglich kämpferischen und unbequemen Stil Gabuns fürchtet sich der robuste Mittelfeldspieler nicht: «Sie werden defensiv gut stehen. Aber ich rechne nicht damit, dass sie uns spielerisch dominieren können.» Es müsse im Interesse der Schweizer sein, «ihnen unser Spiel aufzudrängen».

In den letzten zweieinhalb Wochen hat die neu formierte Equipe von Pierluigi Tami hart und zielstrebig gearbeitet. Der akribische Tessiner vermittelte den Spielern seine Vorstellung vom dominanten Spiel täglich. Die Botschaft und die taktischen Ideen sind angekommen: «Es sieht relativ gut aus, was wir bis jetzt erarbeitet haben. Es war nicht allzu schwierig, in der kurzen Zeit etwas einzustudieren.»

«Kontrollierte Offensive»

Den «Tami-Stil» schätzt Frei ohnehin. Der Ostschweizer passt optimal zur couragierten Strategie - möglichst viel Ballbesitz und das konsequente Bestreben, in der Offensive Akzente zu setzen. Anzunehmen ist, dass sich die Schweizer in einem flexiblen 4-1-4-1-System (wird im Angriff zum 4-3-3) formieren werden.

Mit der «kontrollierten Offensive» seien sie vor einem Jahr an der U21-EM in Dänemark vorzüglich gefahren, so Frei - ohne Gegentor bis zur 0:2-Niederlage im Final gegen Spanien, mit dem auch in diesem Sommer bis zum letzten Turniertag zu rechnen ist.

Mögliche Formation Schweiz:
Benaglio (Wolfsburg); Morganella (Palermo), Affolter (Bremen), Klose (Nürnberg), Rodriguez (Wolfsburg); Wiss (Luzern); Frei (Basel), Hochstrasser (Luzern), Kasami (Fulham), Emeghara (Lorient); Mehmedi (Dynamo Kiew).

(bg/Si)

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