Schweiz prüft Asylentzug in 2000 Fällen
publiziert: Freitag, 9. Jul 2010 / 10:05 Uhr / aktualisiert: Freitag, 9. Jul 2010 / 15:48 Uhr
Im Kosovo besteht inzwischen Sicherheit vor Verfolgung. (Symbolbild: Kosovo-Albanische Flüchtlinge auf der freiwilligen Rückreise nach Skopje.)
Im Kosovo besteht inzwischen Sicherheit vor Verfolgung. (Symbolbild: Kosovo-Albanische Flüchtlinge auf der freiwilligen Rückreise nach Skopje.)

Bern - Die Schweiz prüft den Entzug des Asyls von 2000 Flüchtlingen. Betroffen sind Menschen aus ex-jugoslawischen Staaten mit Ausnahme von Serbien und Bosnien-Herzegowina, die vom Regime des ehemaligen serbischen Machthabers Slobodan Milosevic verfolgt worden waren.

5 Meldungen im Zusammenhang
Nach dem Fall des Milosevic-Regimes durch die Balkankriege in den 1990er Jahren habe sich die politische Situation in den Heimatländern dieser Menschen grundlegend verändert, sagte Sprecherin Marie Avet vom Bundesamt für Migration (BFM) auf Anfrage zu Recherchen der Nachrichtenagentur SDA.

Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Slowenien sind mittlerweile unabhängige Staaten. Sie stehen auf der Länderliste des Bundesrates, in denen Sicherheit vor Verfolgung besteht.

Serbien und Bosnien-Herzegowina ausgenommen

Damit entspreche die Situation in den jeweiligen Heimatländern nicht mehr jener, «die seinerzeit die Flucht verursacht beziehungsweise zur Gewährung des Asyls in der Schweiz geführt hatte», schreibt das Bundesamt in einem Brief an die Flüchtlinge, der der SDA vorliegt: «Wir beabsichtigen deshalb, Ihnen Ihre Flüchtlingseigenschaft abzuerkennen und Ihr Asyl zu widerrufen.»

Davon ausgenommen seien anerkannte Flüchtlinge aus Serbien und Bosnien-Herzegowina, sagte Avet. Dort könnten Schergen des einstigen Milosevic-Regimes immer noch an den Schalthebeln der Macht sein.

(fkl/sda)

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