Schweiz punkto Migration deutlich über OECD-Schnitt
publiziert: Mittwoch, 10. Sep 2008 / 13:11 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Sep 2008 / 18:50 Uhr

Paris - Punkto Zuwanderung nimmt die Schweiz unter den OECD-Ländern einen Spitzenplatz ein. Der Anstieg der Migrantenzahl lag 2006 deutlich über dem OECD-Schnitt. Die Zuwanderung trägt dazu bei, den Rückgang der Erwerbsbevölkerung auszugleichen.

Der demographische Wandel könne mehr als ausgeglichen werden, so die Studie.
Der demographische Wandel könne mehr als ausgeglichen werden, so die Studie.
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Dies geht aus dem International Migration Outlook 2008 hervor, den die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris vorgestellt hat. Die internationalen Vergleichszahlen beziehen sich auf das Jahr 2006.

In jenem Jahr wanderten laut OECD 86'300 Migranten in die Schweiz ein. Dies ist ein Anstieg um 10 Prozent, deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 5 Prozent.

Demographischer Ausgleich

Bezogen auf die Gesamtbevölkerung lagen 2006 die Zuzüge in die Schweiz etwa drei Mal so hoch wie im Schnitt der 19 OECD-Länder, für die Daten vorliegen.

Würde sich die Zuwanderung im Umfang der vergangen Jahre (2001 bis 2005) fortsetzen, dann könnte die Schweiz den demografisch bedingten Rückgang der Erwerbsbevölkerung mehr als ausgleichen. Bis 2020 würde dann die Erwerbsbevölkerung um knapp 8 Prozent wachsen. Ohne Zuwanderung würde sie im gleichen Zeitraum dagegen um knapp 3 Prozent zurückgehen.

70 Prozent wegen Freizügigkeitsregeln

Auch bei der temporären Migration liegt die Schweiz innerhalb der OECD in der Spitzengruppe. So kamen 2006 rund 117'000 Menschen für einen zeitlich befristeten Arbeitsaufenthalt in die Schweiz. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind das rund sechs Mal so viele wie im OECD-Schnitt.

Fast 70 Prozent der Zuwanderer in die Schweiz kamen laut OECD im Rahmen von Freizügigkeitsregelungen. In Österreich, Belgien, Dänemark und Deutschland macht diese Zuwanderungs-Kategorie knapp die Hälfte der Migration aus, während ihr Umfang in Frankreich, Italien und Portugal unter 20 Prozent liegt.

(tri/sda)

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Der Anfang
wird oft von mir, ihnen, Magnus, Logine und eventuell noch einem oder zwei anderen begonnen und mehr Teilnehmer hat dieses "Forum" scheinbar nicht. Deswegen scheint es einem so, als würde man immer nur schreiben...
Schön da stehen
Merkt denn niemand, dass die Stimme des Eidgenossen wegen seiner Ängste niemand in den Regierungen interessiert? Unsere Politiker wollen immer gegen aussen schön da stehen, ganz nach dem Motto: "aussen hui, innen pfui".

Übrigens: Nicht nur bei diesem Thema sondern genrell, wünschte ich mir mehr Diskussionsteilnehmer. Oft geht nur was, wenn ich den Anfang mache – schade eigentlich.
Wachsen, wachsen...
und wer sagt, dass das immer toll ist? Es kann doch nicht sein das der Gewinn von Firmen über dem friedlichen Zusammenleben der Bevölkerung steht! Die ganze Spirale "mehr, mehr, mehr" überfremdet uns, zerstört Kulturen, verschmischt alles und schafft vermehrt Unzufriedenheit. In anderen Statistiken und Büchern wird berichtet, dass die Migration über alle Jahre kaum etwas gebracht hat, aber extrem viel kostet. Vor allem das Beispiel Frankreich sollte uns eigentlich aufrütteln und zeigen, dass die ganze Migration im engen Europa nicht funktioniert.
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