UNO-Mitglied Schweiz zeigt sich aktiv
Schweiz setzt sich für Reformen und internationale Sicherheit ein
publiziert: Dienstag, 25. Sep 2012 / 07:49 Uhr
Eveline Widmer-Schlumpf möchte bei der diesjährigen Generalversammlung bekanntgeben, dass die Schweiz mehr Wert auf die Sicherheit legt.
Eveline Widmer-Schlumpf möchte bei der diesjährigen Generalversammlung bekanntgeben, dass die Schweiz mehr Wert auf die Sicherheit legt.

New York - Für die Schweiz haben UNO-Reformen und die internationale Sicherheit Priorität an der 67. Generalversammlung, die in diesen Tagen in New York eröffnet wird. Dies sagten Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf und Aussenminister Didier Burkhalter vor Pressevertretern am Montagabend in New York.

8 Meldungen im Zusammenhang
Die UNO brauche Reformen um wirksamer zu sein, sagte Widmer-Schlumpf, die am Dienstagnachmittag (Ortszeit) ihre Rede vor der Generalversammlung hält. Ein wichtiges Anliegen sei ihr eine Demokratisierung des Sicherheitsrates, sagte die Bundespräsidentin.

Die Schweiz setze sich seit ihrem Beitritt vor zehn Jahren für eine Reform des mächtigsten Gremiums der UNO ein, das von den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges dominiert werde und nicht mehr die geopolitische Realität reflektiere.

Zusammen mit anderen Ländern will die Schweiz den Sicherheitsrat in einem Brief dazu auffordern, die Situation in Syrien an den Internationalen Strafgerichtshof ICC zu verweisen. Laut Bundesrat Burkhalter unterstützen bis jetzt 23 Staaten dieses Vorhaben.

Die Schweiz als Friedensstaat

Bevor das Schreiben dem Rat überreicht werde, wolle man aber noch eine breitere Unterstützung erreichen, sagte Burkhalter. In einer Rede an einer Debatte am Montag über die Rechtsstaatlichkeit sagte Widmer-Schlumpf, der ICC müsse gegen alle Parteien ermitteln, die in Syrien Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hätten.

Weitere Anliegen der Schweiz sind die nachhaltige Entwicklung, Energie-Effizienz und der Kampf gegen den Klimawandel. Auch kämpfe die Schweiz zusammen mit allen ihren Nachbarländern für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe, sagte Aussenminister Burkhalter.

Er machte zudem auf die Rolle aufmerksam, die die Schweiz bei der Konfliktprävention als Mediatorin spiele. Im weiteren setze sich das Land für die Abrüstung ein. Der Bundesrat nimmt diese Woche in New York auch an einem Treffen über die Gefahr von nuklearem Terrorismus teil.

Die Bundespräsidentin zog eine positive Bilanz der Arbeit der Schweiz an der UNO in der ersten Dekade der Mitgliedschaft. Das Land habe auch ein gutes Zeichen gesetzt, in dem es per Volksabstimmung über den Beitritt abgestimmt habe, kein anderes UNO-Mitglied sei so demokratisch vorgegangen.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Bundesrat Didier Burkhalter und die Aussenminister der fünf Nachbarländer der Schweiz haben aus Anlass des 10. ... mehr lesen
Didier Burkhalter wird weiter gegen die Todesstrafe kämpfen.
«Beispielloser Schaden für die menschliche Gesellschaft und die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung»
New York - Der Klimawandel verlangsamt derzeit die weltweite Wirtschaftsproduktion ... mehr lesen
New York - Am Rande der UNO-Generalversammlung hat Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf auf ... mehr lesen
Die Bundespräsidentin sicherte dem ägyptischen Präsidenten Mohamed Mursi schweizer Unterstützung zu.
New York - In New York hat Aussenminister Didier Burkhalter im Rahmen der ... mehr lesen
Bundesrat Didier Burkhalter.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf.
New York - Die Schweizer Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf weilt zur ... mehr lesen
New York - In New York ist am Dienstag die 67. UNO-Generalversammlung eröffnet worden. Die Schweiz hat sich dafür sechs Schwerpunkte gesetzt. Präsidiert wird die ... mehr lesen
Der Nahe Osten und der syrische Bürgerkrieg stehen im Zentrum der Beratungen.
Man müsse «noch mehr arbeiten, sich noch mehr für unsere Werte engagieren», so Burkhalter.
Genf - Die Schweiz hat am Montag ihren 10. Jahrestag in der UNO gefeiert. Am ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 19
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen  1
Bereits 100 Objekte erfasst  Wil SG - Digitale Stadtpläne sollen künftig Menschen mit einer Behinderung die Orientierung erleichtern. Die Stadt Wil wurde von Pro Infirmis Schweiz als Pilotgemeinde ausgewählt. Bereits wurden 100 Objekte erfasst. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 9°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Nebel
Basel 10°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 10°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 9°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Nebel
Luzern 11°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Nebel
Genf 11°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 16°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten