Tierschutz
Schweiz soll «Freihaltungsland» werden
publiziert: Donnerstag, 3. Mai 2012 / 12:59 Uhr
Tierschutz fordert ein «Freihaltungsland» Schweiz.
Tierschutz fordert ein «Freihaltungsland» Schweiz.

Bern - Der Schweizer Tierschutz (STS) will die Freilandhaltung von Nutztieren konsequent fördern. Vor der Beratung der Agrarpolitik 2014-2017 im Parlament legt er einen Massnahmenplan mit sieben Punkten vor. Im Zentrum der Vorlage stehen die Direktzahlungen.

Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere
2 Meldungen im Zusammenhang
Der STS will dem Tierwohl und der Qualitätsstrategie zum Durchbruch verhelfen, wie Vertreter an einer Medienkonferenz am Donnerstag in Bern darlegten. Er verlangt unter anderem, mit den Direktzahlungen an die Bauern auf mehr Wohlbefinden für die Tiere und eine effiziente und naturnahe Landwirtschaft hinzuwirken.

Tierhaltungen sollen konsequent kontrolliert und gegebenenfalls Sanktionen ausgesprochen werden - etwa die Streichung von Direktzahlungen. Investitionskredite soll nur noch erhalten, wer tierfreundliche Ställe baut. Wie bisher sollen Höchst-Tierbestände vorgeschrieben werden - ohne Ausnahmen.

Vorschläge des Bundesrates begrüsst

Das vom Bundesrat vorgeschlagene neue Direktzahlungssystem begrüsst der Tierschutz. «Werden die Defizite beim Tierwohl im Parlament nicht durch konsequente Förderung der artgerechten Nutztierhaltung behoben, bleibt die Absicht des Bundesrates Makulatur», sagte STS-Geschäftsführer Hans-Ulrich Huber gemäss Redetext.

Der STS fordert in seinem Massnahmenplan «Freilandhaltungsland Schweiz», bei den Direktzahlungen die allgemeinen Beiträge an die Tierhaltung zu streichen. Im Gegenzug sollten die Förderbeiträge für tierfreundliche Ställe und regelmässigen Auslauf im Freien stark erhöht werden. Alle Nutztiere müssten ins Freie können.

Konsequent fördern will der STS die Weidehaltung von Wiederkäuern. Gras, Heu, Emd und Grassilage seien nicht nur aus ökologischer Sicht sinnvoller als Kraftfutter, sondern bringe auch den Konsumenten Vorteile. Milch und Fleisch dieser Tiere enthalten laut STS mehr CLA- und Omega-3-Fettsäuren.

Der Bundesrat schlägt vor, die Hälfte der Direktzahlungen für Leistungen im Zusammenhang mit Umwelt, Landschaft und Tierwohl auszurichten. Die andere Hälfte wird unabhängig von diesen Kriterien bezahlt. Etwas abgerückt ist der Bundesrat aber von seiner ursprünglichen Absicht, Anreize für intensiv betriebene Landwirtschaft zu vermeiden.

Der Bundesrat stellte die Botschaft zur Agrarpolitik 2014-2017 am 1. Februar dem Parlament zu. Die Vorlage befindet sich zurzeit in Kommissionsberatung. In den Räten wurde sie noch nicht behandelt.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Das neue Direktzahlungssystem für die Landwirtschaft hat die erste Hürde genommen. Die Kommission für Wirtschaft und ... mehr lesen
Der Bundesrat will die Landwirtschaftspolitik anpassen.
Mehr Menschlichkeit für Tiere
Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere
Verflogen und auf der A3 bei Wettswil ins Tunnel geraten.
Verflogen und auf der A3 bei Wettswil ins Tunnel ...
Mit Warnsignal und Rückwärtsgang  Wettswil am Albis ZH - Polizeieskorte für einen Graureiher: Der Vogel hatte sich am Mittwochabend verflogen und war auf der A3 bei Wettswil am Albis ZH in den Uetlibergtunnel geraten. Eine Patrouille konnte den «Geisterflieger» aus dem Tunnel lotsen und der Reiher flog unverletzt davon. 
Riesige Schwärme  Basel/Luzern - Tausende von Bergfinken sorgen derzeit im Raum Basel für ein ...
Bergfinken in grossen Schwärmen unterwegs.
Auch Tiere empfinden etwas.
Gesetz angepasst  Paris - Tiere haben Gefühle - in Frankreich hat das jetzt auch die Nationalversammlung endgültig klargestellt. Im Zuge einer ...  
Fische sind möglicherweise schmerzempfindlich Bern - Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass zumindest bestimmte Fische Schmerzen empfinden: Zu diesem ...
Fische sollen achtsam behandelt werden.
Ein zeitloser Klassiker.
Typisch Schweiz Die SBB-Bahnhofsuhr Die bekannteste Schweizer Uhr ist weder Swatch noch Rolex sondern die ...
Black Tiger (links) vs. Coco Rojo (rechts).
Shopping Lucha Libre & Wrestling Masken Halb Sport, halb Religion ist Lucha Libre populär nicht nur in Lateinamerika, sondern auch immer mehr im Rest der Welt. Die Masken spielen im Gewalt-Theater eine wichtige ...
Facebook beisst nicht.
Jürg Zentner gegen den Rest der Welt.
Jürg Zentner
Der böse Bot bei der Arbeit: Ausstellung der !Mediengruppe Bitnik
Regula Stämpfli seziert jeden Mittwoch das politische und gesell- schaftliche Geschehen.
Regula Stämpfli
Amoy-Gardens-Appartements in Hongkong: SARS durch Lüftung und Abwasserrohre.
Patrik Etschmayers exklusive Kolumne mit bissiger Note.
Patrik Etschmayers
China Daily: «Was um Himmels Willen sind die Grenzen zwischen Respekt für Religionen und der Pressefreiheit?
Peter Achten zu aktuellen Geschehnissen in China und Ostasien.
Peter Achten
Der zu 1000 Peitschenhieben verurteilte Blogger Raif Badawi: Nur Staatsreligionen sind zu solchen Urteilen fällig.
Skeptischer Blick auf organisierte und nicht organisierte Mythen.
Freidenker
Wir setzen uns für die Verbesserung der Qualität von Tierheimen und Tierschutzprojekten im In- und Ausland ein.
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich -4°C -3°C leicht bewölkt, Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Basel -5°C -2°C bewölkt, Schneefall stark bewölkt, wenig Schneefall stark bewölkt, wenig Schneefall stark bewölkt, wenig Schneefall stark bewölkt, wenig Schneefall stark bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen -2°C -0°C stark bewölkt, Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Bern -1°C 2°C bewölkt, Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Luzern 0°C 2°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Genf -0°C 2°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Lugano 2°C 8°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten