Schweiz unterstützt Libanon bei der Aufnahme syrischer Flüchtlinge
publiziert: Samstag, 28. Jul 2012 / 15:01 Uhr
Bundesrat Didier Burkhalter
Bundesrat Didier Burkhalter

Bern/Beirut - Bundesrat Didier Burkhalter hat während seines Besuches im Libanon am Samstag die Regional-Direktorin des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge, Ninette Kelly, getroffen. Der Schweizer Aussenminister versprach dem Mittelmeerland Hilfe bei der Unterbringung syrischer Flüchtlinge.

3 Meldungen im Zusammenhang
Die Schweiz habe Beirut gegenüber seine Solidarität bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme aus dem Nachbarland Syrien zum Ausdruck gebracht, sagte Jean-Marc Crevoisier, Sprecher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), am Samstag der Nachrichenagentur sda aus der libanesischen Hauptstadt.

Auf Antrag der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) hatte die Schweiz vor kurzem ihr Budget für humanitäre Hilfe im Zusammenhang mit der Krise in Syrien um zwei Millionen Franken erhöht. Die bereitgestellten Mittel betragen nun über 10 Millionen Franken.

Burkhalter machte sich bei einem Besuch im DEZA-Programmbüro in Beirut ein Bild von der Schweizer Hilfe vor Ort. Diese umfasst auch direkte Unterstützung libanesischer Familien, die syrische Flüchtlinge bei sich aufgenommen haben. Nach offiziellen Angaben haben mindestens 41'000 Syrer ihr Land in Richtung Westen verlassen.

Burkhalter hatte am Freitag in Beirut Libanons Aussenminister Adnan Mansour und Präsident Michel Suleiman sowie den Parlamentspräsidenten Nabih Berri getroffen. Dabei habe er zur Kenntnis nehmen können, wie sehr die Schweizer Hilfe in der Region geschätzt werde, sagte EDA-Sprecher Crevoisier. Bern wolle darum bei der Lösung von Konflikten eine Rolle spielen, sagte Burkhalter am Freitag dem Westschweizer Radio.

Kriegsverbrechen sollen bestraft werden

Der Schweizer Aussenminister sprach sich bei seinem Besuch im Libanon auch dafür aus, dass die Lage in Syrien mit politischen Mitteln gelöst werde. Die Schweiz bevorzuge eine Lösung, die alle politischen Kreise einschliesse.

Zudem bestehe die Schweiz darauf, dass die im Rahmen der Syrien-Krise begangenen Kriegsverbrechen bestraft werden. Bern werde sich dafür einsetzen, dass der Internationale Strafgerichtshof Verfahren über die Verbrechen gegen die Menschlichkeit eröffne.

Bundesrat Burkhalter setzt seine Reise mit einem Besuch in Zypern fort, wo er sich mit Aussenministerin Erato Kozakou-Marcoullis treffen will.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Angesichts der Eskalation des Konflikts in Syrien fordert der Präsident der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorenkonferenz, Hans-Jürg Käser, die Aufnahme von ... mehr lesen 2
Hans-Jürg Käser, Präsident der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorenkonferenz
Mehrere tausend Menschen flüchteten in Syrien vor der Gewalt.
Bern - Die Glückskette sammelt Spenden für die Opfer der kriegerischen ... mehr lesen 1
Beirut - Bei seinem Besuch in der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Bundesrat Didier Burkhalter gegenüber dem Libanon seine ... mehr lesen
Bundesrat Didier Burkhalter.
Das Geschlechts des Babys bestimmen? - Ein Wunsch, der viele Gegner kennt.
Das Geschlechts des Babys bestimmen? - Ein ...
Geschlecht als Abtreibungsgrund  Bern - Der Bundesrat will gegen Abtreibungen vorgehen, die einzig erfolgen, weil das Geschlecht des Kindes nicht dem Wunsch der Eltern entspricht. Er beantragt dem Parlament, eine entsprechende Motion von Pascale Bruderer (SP/AG) anzunehmen. 
Korruptionsaffäre  Bern - Bargeld, Elektronikgeräte oder Konzert-Tickets: Die Administrativuntersuchung zur SECO-Korruptionsaffäre bestätigt, dass der fehlbare Ressortleiter im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) von der Geschäftsführung einer Informatikfirma in verschiedener Form Zuwendungen entgegengenommen hat.  
iPads für SECO-Ressortleiter und seine Mitarbeiter Bern - In der Korruptionsaffäre rund um das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) sind weitere ...
iPads als Geschenke für SECO-Mitarbeiter.
Pläne im Gang  Bern - Detailhändler sollen ihre Geschäfte künftig in der ganzen Schweiz bis mindestens 20 Uhr offenhalten dürfen. Der Bundesrat hält ...
Geht es nach dem Bundesrat, sollen die Läden länger geöffnet haben.
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 9°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 7°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 9°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 10°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 11°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 11°C 21°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 13°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten