Schweiz unterstützt UNO-Sanktionen
publiziert: Sonntag, 15. Okt 2006 / 15:17 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 15. Okt 2006 / 20:52 Uhr

Bern - Die Schweiz trägt die UNO-Sanktionen gegen Nordkorea mit.

Ob das Departement von Micheline Calmy-Rey den Dialog mit Nordkorea fortsetzt, ist noch nicht klar.
Ob das Departement von Micheline Calmy-Rey den Dialog mit Nordkorea fortsetzt, ist noch nicht klar.
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Ferner will sie prüfen, ob der 2003 begonnene Dialog mit dem stalinistischen Land weitergehen soll.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bleibe bei der bereits Anfang Woche geäusserten Position, sagte EDA-Sprecher Lars Knuchel der Nachrichtenagentur SDA.

Das Departement von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hatte am Dienstag erklärt, es werde vom UNO-Sicherheitsrat beschlossene Sanktionen gegen Pjöngjang ebenfalls umsetzten.

Atomtest verurteilt

In einem Communiqué hatte die Schweiz den angeblichen unterirdischen Atomtest Nordkoreas von vergangenen Montag verurteilt.

Die Schweiz hatte zuvor mehrfach versucht, die Führung in Pjöngjang davon zu überzeugen, dem Atomwaffensperrvertrag wieder beizutreten, den das Land 2003 aufgekündigt hatte.

Allgemeine Formel gilt auch für Nordkorea

Das EDA hat noch nicht entschieden, ob der politische Dialog mit Nordkorea fortgesetzt wird.

«Wir sind ständig dabei, unsere Programme und Projekte im Ausland im Lichte der Aktualität und der Zweckmässigkeit zu überprüfen», sagte Knuchel. Diese allgemeine Formel gelte auch für Nordkorea.

2003 hatte Calmy-Rey Nordkorea besucht. Im Anschluss wurde ein politischer Dialog zwischen der Schweiz und Nordkorea begonnen. Die Gespräche fanden einmal im Jahr in einer der beiden Hauptstädte statt. Zuletzt war ein solches Treffen im April in Bern über die Bühne gegangen.

US-Vorwürfe ungerechtfertigt

Bei diesem Besuch hatte die nordkoreanische Delegation Bern ersucht, Vorwürfe der USA über ein angebliches Konto des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il auf einer Schweizer Bank aufzuklären.

Nordkorea wollte beweisen, dass die US-Vorwürfe ungerechtfertigt waren. Schliesslich habe Pyöngyang jedoch auf seine Forderungen an die Schweiz verzichtet, sagte Knuchel.

Die UNO-Resolution verlangt, dass alle Staaten Geld- und Vermögenseinlagen von Personen sperren sollen, die Nordkoreas Aktivitäten mit nicht-konventionellen Waffen unterstützen oder begünstigen.

(rr/sda)

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