Grosszügige Offerte für Klimafonds-Sekretariat
Schweiz verspricht Millionen für Sitz des Klimafonds-Sekretariats
publiziert: Freitag, 24. Aug 2012 / 18:32 Uhr
Die Schweiz ist eines von sechs Ländern, die sich für den Sekretariatssitz des internationalen Klimafonds bewirbt.
Die Schweiz ist eines von sechs Ländern, die sich für den Sekretariatssitz des internationalen Klimafonds bewirbt.

Bern - Falls Genf den Sitz des Sekretariats des internationalen Klimafonds erhält, wollen Bund und Kanton Genf mindestens 14,5 Millionen Franken in das Sekretariat stecken. Dies sagte der Leiter der Schweizer Delegation beim Exekutivrat am Freitag in Genf.

Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung Ihrer Klimastrategie und zeichnen Sie mit dem SwissClimate CO2e-Label aus.
3 Meldungen im Zusammenhang
SHOPPINGShopping
KlimawandelKlimawandel
Gemäss Botschafter Jürg Lauber sind Bund und Kanton Genf bereit, diese Summe innert drei Jahren für die Einrichtung des Sekretariats und den Start des Klimafonds bereitzustellen. Zu den 14,5 Millionen würde der Kanton Genf 800'000 Franken beisteuern.

Zudem würden dem Sekretariat gratis Büros für zunächst dreissig und später maximal einhundert Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Vorgesehen dafür seien Büros im Gebäude der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), sagte Lauber vor den Medien.

Geplant ist, dass das Sekretariat ab 2014 seine Arbeit aufnimmt. Nach den drei Anfangsjahren werde die Schweiz das Sekretariat weiter nach Bedarf unterstützen.

Die Schweiz ist eines von sechs Ländern, die sich für den Sekretariatssitz des internationalen Klimafonds (Green Climate Fund) bewirbt. Daneben werden bei der am Vortag begonnenen ersten Sitzung des Exekutivrats des Fonds auch Deutschland, Südkorea, Mexiko, Namibia und Polen ihre Kandidaturen präsentieren.

Starke deutsche Konkurrenz

Deutschland, wo des Klimafondssekretariat bereits provisorisch angesiedelt ist, offeriert der Staatengemeinschaft ein weit teureres Projekt als die Schweiz.

In Bonn soll dafür für umgerechnet 90 Millionen Franken ein neues Gebäude gebaut werden. Zudem wollen die Deutschen für Betrieb von Sekretariat und Fonds sowie für die Organisation von Konferenzen jährlich einen Beitrag von jährlich 8,4 Millionen Franken zur Verfügung stellen.

Von Schweizer Seite werden die mit grosser Kelle angerichteten Pläne kritisiert: Die Weltgemeinschaft brauche keine neue Organisation mit einer riesigen Bürokratie für den Klimafonds, sondern eine schlanke, flexible und vernetzte Struktur, hiess es bei der Schweizer Delegation.

Vor den Medien sagte Delegationsleiter Lauber: «Wir wollen, dass der Fonds ein Erfolg wird. Das hat für die Schweiz Priorität.» Der Fonds müsse so rasch wie möglich seine Arbeit aufnehmen, dies in einem «idealen Umfeld», damit er effizient arbeiten könne. Genf habe viel zu bieten.

Die Kandidaturen werden am letzten Sitzungstag, dem (morgigen) Samstag, hinter verschlossenen Türen präsentiert. Entscheiden wollen die Staaten bei der nächsten Weltklimakonferenz Ende Jahr in Katar.

Gelder gegen den Klimawandel

Der Green Climate Fonds war bei der internationalen Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen beschlossen worden. In der dänischen Hauptstadt hatten die Industriestaaten und die Privatwirtschaft versprochen, Entwicklungsländern ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen.

Damit sollen diese den Klimawandel unter anderem durch den Einsatz «sauberer» Technik bekämpfen und dessen Folgen stemmen können. Seit Kopenhagen streiten die Staaten sich jedoch, wer wieviel in den Fonds einzahlen soll.

Leuthard will Ende der Endlos-Debatten

Am Donnerstag hatte Umweltministerin Doris Leuthard deshalb bei der Eröffnungssitzung des Exekutivrates ein Ende der «endlosen» Diskussionen gefordert. Sie forderte die Staaten auf, voranzugehen statt immer nur abzuwarten, was andere tun.

Allerdings hat auch die Schweiz noch keine konkrete Zusagen zu ihrem Beitrag für den Fonds selbst gemacht. Stefan Schwager, beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) zuständig für die internationale Umweltfinanzierung, begründete dies am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda damit, dass es dazu noch zu früh sei.

Der Exekutivrat müsse sich noch über den Verteilschlüssel und die Modalitäten einigen. Die Schweiz werde aber einen «fairen Anteil» bezahlen.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Genf ist im Rennen um den Sitz des Sekretariats des internationalen Klimafonds leer ausgegangen. Der Exekutivrat des ... mehr lesen
Geplant ist, dass das Sekretariat ab 2014 seine Arbeit in der Stadt Songdo City, Südkorea, aufnimmt.
Durban - Bundesrätin Doris Leuthard will die Entwicklungsländer beim Klimaschutz verstärkt in die Pflicht nehmen. Denn schon heute ... mehr lesen
Leuthard will Entwicklungsländer stärker in den Klimaschutz einbinden.

Klimawandel

Produkte passend zum Thema
Seite 1 von 2
DVD - Erde & Universum
DIE GRÖSSTEN NATURGEWALTEN - DISCOVERY CHANNEL - DVD - Erde & Universum
Genre/Thema: Erde & Universum; Naturgewalten; Unsere Erde - Die grösst ...
26.-
DVD - Unsere Erde
DIE ARKTIS - PARADIES IN GEFAHR - DVD - Unsere Erde
Genre/Thema: Unsere Erde; Eis & Schnee; Klima & Wetter; Erde & Univers ...
25.-
DVD - Erde & Universum
SECHS GRAD BIS ZUR KLIMAKATASTROPHE? - DVD - Erde & Universum
Genre/Thema: Erde & Universum; Klima & Wetter; Unsere Erde - Sechs Gra ...
20.-
DVD - Erde & Universum
THE GREAT WARMING - DVD - Erde & Universum
Regisseur: Michael Taylor - Actors: Keanu Reeves, Alanis Morissette - ...
25.-
DVD - Erde & Universum
KLIMAWANDEL UND PARASITEN - PROF. DR. H. AUER - DVD - Erde & Universum
Genre/Thema: Erde & Universum; Umwelt & Ökologie; Unsere Erde; Klima & ...
26.-
DVD - Erde & Universum
WETTERKÜCHE ALPEN - DVD - Erde & Universum
Regisseur: Kurt Mayer - Genre/Thema: Erde & Universum; Klima & Wetter; ...
17.-
Nach weiteren Produkten zu "Klimawandel" suchen
Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung Ihrer Klimastrategie und zeichnen Sie mit dem SwissClimate CO2e-Label aus.
Barack Obama erleidet einen Rückschlag im Einsatz für den Klimaschutz.
Barack Obama erleidet einen Rückschlag im Einsatz für ...
EPA blitzt ab  Washington - Das höchste US-Gericht hat den Klimaschutzplänen von Präsident Barack Obama einen Rückschlag versetzt. Der Supreme Court sprach sich am Montag gegen die Regelung der Umweltschutzbehörde EPA aus, die den schädlichen Bleiausstoss von Kohlekraftwerken eindämmen soll. 
Erneuerbare Energie  Amden SG/Zürich - Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) und die St. ...  
Die geplante Solaranlage in Quinten am Walensee wird am Felsen angebracht.
Massenaussterben früher: Kometeneinschlag. Die Menschheit kann's auch ohne.
Etschmayer Vor zirka 66 Millionen Jahren erschütterte ein Komet mit ca. 10 Kilometer Umfang, der mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit einschlug, unsere Erde und ... mehr lesen  
Kalifornien drohen zunehmend Trockenperioden.
USA erwarten jährlich 69'000 Tote Washington - Ohne rechtzeitige Gegenmassnahmen rechnen die USA bis zum Jahr 2100 allein in den Vereinigten Staaten mit jährlich rund ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1375
    Wir glauben! Dass ein Klimawandel stattfindet, ist klar, nur darf man nicht darüber ... Do, 12.03.15 18:42
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3126
    Die... Bürger, die mit der Pegida demonstrieren, haben Sorgen. Es sind die ... Mi, 31.12.14 15:59
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3126
    Es... ist zumindest erfreulich, dass die Thematik die alle betrifft, ... Di, 16.12.14 21:15
  • jorian aus Dulliken 1589
    Klimaschutz?!? Wollt ihr das Klima schützen müsst ihr sofort die Stromsparlampen ... So, 07.12.14 08:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1375
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 95
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1375
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 95
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 16°C 25°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 12°C 25°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 18°C 27°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 14°C 30°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 16°C 30°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 15°C 33°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 19°C 28°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten