Schweiz verstösst gegen UNO-Kinderrechtskonvention
publiziert: Montag, 19. Nov 2007 / 17:24 Uhr / aktualisiert: Montag, 19. Nov 2007 / 17:47 Uhr

Genf - Am internationalen Tag der Kinderrechte hat in Genf ein Experte der UNO das neue Schweizer Asylgesetz kritisiert. Dieses verstosse gegen die UNO-Kinderrechtskonvention, die die Schweiz unterzeichnet hat.

Der Vorbehalt bei der Familienzusammmenführung stösst auf Kritik.
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Jean Zermatten, Vize-Präsident des UNO-Komitees für Kinderrechte, sagte vor den Medien, dass die Schweiz beim Recht auf Familienzusammenführung für Ausländer einen Vorbehalt mache, sei nicht im Einklang mit der Konvention.

Jene Staaten, die die Konvention unterzeichnet haben, werden regelmässig vom UNO-Komitee unter die Lupe genommen. 2009 ist die Schweiz wieder an der Reihe. «Sie wird sich bestimmt an den Ohren ziehen lassen müssen», sagte Zermatten.

Internationale Erfolgsgeschichte

An Zahlen gemessen ist die Kinderrechtskonvention international eine Erfolgsgeschichte: Seit ihrer Verabschiedung am 20. November 1989 haben 193 Staaten das Vertragswerk unterzeichnet. Einzig die Unterschriften der USA und Somalias fehlen.

In der Realität jedoch sind Kinder nach wie vor der Willkür Erwachsener ausgeliefert. Diese behandelten Kinder wie Personen ohne Rechte, bedauerte Zermatten. Deswegen müsse die Konvention besser bekannt gemacht werden.

«Ein Kind hat Rechte und muss diese auch kennen», sagte der Walliser, der auch Direktor des Internationalen Instituts für Kinderrechte ist.

(ht/sda)

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