Schweiz wieder in der Abstiegsrunde
publiziert: Sonntag, 12. Feb 2006 / 22:15 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Feb 2006 / 00:31 Uhr

Die Schweizer Davis-Cup-Equipe muss wie im Vorjahr im Herbst gegen den Abstieg aus der Weltgruppe spielen.

Stanislas Wawrinka hatte die von ihm geforderte Pflicht erfüllt.
Stanislas Wawrinka hatte die von ihm geforderte Pflicht erfüllt.
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Ohne Roger Federer verlor die Schweiz in Genf gegen Australien 2:3. George Bastl unterlag im entscheidenden Einzel Chris Guccione 5:7, 3:6, 6:7 (7:9).

Den Gegner in den Relegationsspielen (22. bis 24. September) kennen die Schweizer noch nicht. Es wird ein Team sein, das sich vom 7. bis 9. April in den Kontinental-Zonen für die Barrage qualifizieren wird. Mögliche Gegner aus Europa sind Tschechien, Grossbritannien oder Italien.

Bastl chancenlos

George Bastl (ATP 139) der an Stelle des ursprünglich nominierten Michael Lammer für das letzte Einzel auf den Court geschickt wurde, bleibt die tragische Figur der letzten Schweizer Davis-Cup-Jahre. Zum dritten Mal trat der Waadtländer vor eigenem Anhang zum fünften und entscheidenden Spiel an, zum dritten Mal verlor er.

Im Gegensatz zu den Partien gegen Philippoussis/Australien (2000) und Escudé/ Frankreich (2001), als Bastl nach einer 2:1-Satzführung jeweils im fünften Durchgang verlor, war er diesmal gegen Gucciones (ATP 150) Service-Feuerwerk nahezu chancenlos.

39 Asse

Insgesamt hämmerte der 2 m grosse Australier 39 Asse ins Feld und blieb damit wohl nur deshalb unter dem Weltrekord (Joachim Johansson und Ivo Karlovic gelangen 51 Asse), weil die Partie nur drei Sätze dauerte.

Bastl hätte zu Beginn der Partie Chancen gehabt, einen positiveren Ausgang einzuleiten; im siebten und neunten Game des ersten Satzes hatte er insgesamt drei Breakbälle nicht nutzen können. Vorzuwerfen brauchte er sich dabei allerdings nichts. Guccione wehrte die Chancen Bastls jeweils mit einem Service-Winner ab.

Im Tiebreak des dritten Durchganges erspielte sich der Schweizer einen Satzball und die Chance auf eine allfällige Wende; Linkshänder Guccione hatte jedoch auch in der Kurz-Entscheidung schlagkräftige Argumente: drei Asse.

Wawrinkas Ausgleich

Stanislas Wawrinka (ATP 51), der in Abwesenheit von Klassenprimus Roger Federer an diesem Wochenend die Rolle der Nummer 1 übernahm, hatte zuvor die von ihm geforderte Pflicht erfüllt: er schlug Australiens Leader Peter Luczak (ATP 116) letztlich klar und verdient 6:4, 6:2, 6:7 (7:9), 6:2 und hatte damit zum zwischenzeitlichen 2:2 ausgeglichen.

Gegen den risikoscheuen Sand- und Grundlinienspezialisten aus «Down Under» war Wawrinka von Beginn weg der initiativere Spieler auf dem Court und hatte nur zwei heikle Momente zu überstehen. Im ersten Satz lag er 2:4 zurück, realisierte dann aber bis zur vorentscheidenden 3:0-Führung im zweiten Durchgang sieben Games in Folge.

Und nachdem er nach vergebenen Matchbällen den dritten Satz im Tiebreak verloren hatte, liess er es nicht zu, dass die Partie noch auf die Seite Luczaks kippte. Wawrinka schaffte im vierten Satz früh ein Break und verteidigte diesen Vorsprung darauf problemlos.

(bert/Si)

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