Schweiz will eigene Ölreserven anzapfen
publiziert: Samstag, 3. Sep 2005 / 14:32 Uhr

Bern - Um den USA bei ihren Erdöl-Versorgungsengpässen zu helfen, will die Schweiz die eigenen Ölreserven anzapfen.

Weitere Massnahmen sind nicht geplant.
Weitere Massnahmen sind nicht geplant.
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Sonntagsfahrverbote sind nach Angeben des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) kein Thema.

«Die Schweiz beabsichtigt, (...) Pflichtlagerfreigaben zu ermöglichen», teilte das BWL in einem Communiqué mit.

Der einzelne Konsument werde von dieser Massnahme nicht betroffen sein.

Keine anderen Massnahmen

«Andere Massnahmen stehen angesichts der problemlosen Versorgung der Schweiz mit Erdöl nicht zur Diskussion», schreibt das BWL.

Die Eindämmung des Inlandverbrauchs durch Tempobeschränkungen, autofreie Sonntage oder Fahrverbote für gewisse Kategorien oder Gebiete seien kein Thema, sagte Vize-BWL-Direktor Gerold Lötscher auf Anfrage.

Die Schweiz habe Pflichtlager, die den Verbrauch von viereinhalb Monaten deckten. In den Tanks lagerten die vier Erdölprodukte Benzin, Diesel, Heizöl und Flugbenzin, sagte Lötscher.

Plan für einen Monat

In der Wahl des landesinternen Vollzugs sind die einzelnen Mitgliedsstaaten der Internationalen Energieagentur (IEA) autonom.

Wie sie sich konkret am Notstandsplan beteiligen, müssen sie innert 15 Tagen kundtun. Der Plan gilt dann für die Dauer von 30 Tagen.

Den Entscheid zur Umsetzung der Ölreservefreigabe werde Wirtschaftsminister Joseph Deiss die nächste Woche fällen.

Menge und Zusammensetzung

Dabei gehe es unter anderem um die Menge und die Zusammensetzung der Ölhilfe für die USA, sagte Lötscher.

Walter Steinmann, Direktor des Bundesamts für Energie, rechnet damit, dass die Schweiz 0,6 Prozent der 60 Mio. Fass, welche die Mitgliedsländer der IEA binnen eines Monats auf den Markt bringen wollen, zur Verfügung stellt. Das würde 360 000 Fass aus den Schweizer Reserven entsprechen.

(rr/sda)

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