
Bern - Die Schweiz führt laut Staatsekretär Michael Ambühl Gespräche mit diversen Regierungen für die Einführung einer Abgeltungssteuer. Ambühl zeigt sich überzeugt, dass sich die Abgeltungssteuer dauerhaft als Alternative zum Informationsaustausch etablieren wird.
Gespräche auf Expertenstufe
Auf Expertenstufe liefen Gespräche mit verschiedenen Regierungen, die sich für dieses Modell interessierten - auch ausserhalb Europas, sagte Michael Ambühl in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Der Bundesrat habe klare Vorstellungen, mit welchen Ländern er als nächstes verhandeln möchte.
Interessant seien für die Schweiz Länder, die generell wirtschaftlich und spezifisch für den Finanzplatz bedeutend seien sowie auf der internationalen Ebene eine gewisse Rolle spielten. Namen könne er nicht nennen. Bekannt ist, dass Griechenland mit der Schweiz über ein Abkommen mit Abgeltungssteuer verhandeln will.
«Damit wir neue Verhandlungen abschliessen können, muss die Schweiz aber zuerst selber liefern», stellte Ambühl klar. Zwei Bedingungen seien zu erfüllen: Erstens müsse klar sein, ob die Schweiz selbst die Abkommen wolle, sagte er mit Verweis auf die Referenden und die allfällige Urnenabstimmung am 25. November.
Abgeltungssteuer gegen Informationsaustausch
Zweitens wollten andere Staaten zuerst sehen, «dass das Konzept funktioniert. Das heisst, dass Steuergelder konkret fliessen». Erst wenn diese Bedingungen erfüllt seien, «können wir das Konzept härten».
Im Parlament sahen bürgerliche Befürworter der Abgeltungssteuer diese als Alternative zum automatischen Informationsaustausch. Gegner aus der Linken befürchteten dagegen, die Abgeltungssteuer könne den automatischen Informationsaustausch verhindern.
Namentlich in Deutschland ist das Steuerabkommen mit der Schweiz umstritten. Die Opposition verlangt weitere Nach- und Neuverhandlungen. Für den Bundesrat sei dies ausgeschlossen, sagte Ambühl weiter. «Es gibt dieses Abkommen oder keines».
Globallösung mit USA «nicht um jeden Preis»
Ambühl äusserte sich auch zum Steuerstreit mit den USA. Er bestätigte, dass die Schweiz die Globallösung bis Ende Jahr unter Dach und Fach haben wolle, «aber nicht um jeden Preis». Dass die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen seien, liege daran, dass die Schweiz nicht einknicke.
Die USA fordern von Schweizer Banken Informationen zu undeklarierten Geldern von US-Bürgern. Elf Finanzinstitute stehen im Visier der US-Justizbehörden. Für sie verhandelt die Schweiz über eine Lösung. Gleichzeitig will der Bundesrat mit den USA eine Globallösung für alle Schweizer Banken finden.
(bg/sda)
- zombie1969 aus Frauenfeld 1557
Scheingefecht ! "Schweizer Asylpraxis im Fokus von Amnesty" Falscher Fokus! Der Fokus ... heute 13:17 - frusti aus Kirchdorf 18
Ist das denn relevant? Ob ein Bundesrat vom Volk oder vom Parlament gewählt wird ist nicht so ... heute 12:52 - mcdale aus St. Gallen 102
Scho recht Aber mit 1:12 können Sie das nicht verhindern. Schlichtweg nicht ... heute 07:24 - Midas aus Dubai 3025
Quälende Frage bei 1:12 Wie können wir darauf vertrauen dass der staatliche Geheimdienst bei ... heute 01:18 - Midas aus Dubai 3025
Liebe Genossen Unsere Sozialisten und Kommunisten werfen sich ja wieder mächtig in's ... heute 00:58 - thomy aus Bern 3811
1 zu 12-Intiative heisst ..., Nur, damit ich mir das zu Gemüte führen kann. Am Beispiel eines, einer ... gestern 22:20 - keinschaf aus Henau 1519
Das nächste Mal... ...bitte etwas auf die Rechtschreibung schauen, JB;-) Wenn schon der ... gestern 19:14 - Kassandra aus Frauenfeld 740
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