Schweiz wird kritisiert wegen Jugend-Prostitution
publiziert: Dienstag, 15. Jun 2010 / 07:59 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Jun 2010 / 08:17 Uhr

Washington - In ihrem jüngsten Länderbericht zum Menschenhandel haben die USA die Schweiz kritisiert. Die Schweiz fiel von einer Spitzenbewertung beim Kampf gegen den Menschenhandel ins Mittelfeld. Die Schweiz erlaube Minderjährigen von 16 und 17 Jahren, sich zu prostituieren, begründeten die Amerikaner die Herabstufung.

In der Schweiz können auch 16-Jährige auf den Strich gehen.
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Konkret fiel die Schweiz von der Liste der Spitzenländer «Tier 1» (Rang 1) auf die Tier-2-Liste. Der beim US-Aussenministerium zuständige Botschafter, Luis de Baca, sagte am Montag, die Schweiz und die USA seien im Gespräch darüber, wie das Problem zu lösen sei, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete.

Erst Ende Mai hatte sich der Bundesrat dafür ausgesprochen, das Mindestalter, um seinen Körper für sexuelle Dienste zu verkaufen, von 16 auf 18 Jahre zu erhöhen. Dies geht aus seiner Antwort auf eine Motion der CVP-Nationalrätin Viola Amherd (VS) hervor.

Zunahme bei Prostitution Jugendlicher

Das Schutzalter beträgt bislang 16 Jahre. Das führe dazu, dass Prostitution und auch pornographische Darstellungen mit Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren straflos seien, wenn sie «freiwillig» erfolgten, hielt Amherd in ihrer Motion fest. Deswegen habe die Prostitution Jugendlicher - vor allem bei Migranten - stark zugenommen.

Die Nationalrätin forderte, dass der Bundesrat das Übereinkommen des Europarates zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch unterzeichnet. In diesem werden Jugendliche unter 18 Jahren geschützt. Der Bundesrat unterstützte die Motion, und zeigte sich bereit, das Abkommen zu unterzeichnen.

(fkl/sda)

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Selbstverständlich…
…ist es eine Schande, wenn sich 16- und 17-Jährige prostituieren. Selbstverständlich müsste man es verbieten. Aber dass sich ausgerechnet die USA wieder einmal als Sittenwächter aufspielen erachte ich als absolute Frechheit. Ich habe die USA vor einigen Jahren bereist. Was sich dort alles gesehen habe, was mindestens so gegen Menschenrechte verstösst, würde eine Liste füllen. Und wer da glaubt, in den USA werde keine Sklaverei betrieben, der irrt gewaltig. Selbstverständlich ist dies nicht sofort sichtbar. Den Zeigefinger erheben und zugleich noch schlimmeres tun, dafür sind die USA ebenso bekannt wie im Verschleiern von Tatbeständen. Es sollte doch mal jemand den Mut haben und den Zuständigen in den USA sagen, dass sie ihren eigenen Dreck vor der Türe beachten sollen, denn nur der geht sie was an.

Das mit den jugendlichen Prostituieren muss geregelt werden. Mich wundert nur, dass da niemand aus dem eigenen Land einen Vorstoss unternimmt, um solches Treiben zu verhindern.

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