Schweiz zählt 8 Millionen Einwohner
publiziert: Donnerstag, 2. Aug 2012 / 10:22 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 2. Aug 2012 / 11:03 Uhr
Schweizer Bevölkerung wächst auf über 8 Millionen Einwohner.
Schweizer Bevölkerung wächst auf über 8 Millionen Einwohner.

Bern - Bald zählt die Schweiz mehr als acht Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Das Bundesamt für Statistik (BFS) schätzt, dass die 8-Millionen-Marke noch in diesem Sommer überschritten wird.

4 Meldungen im Zusammenhang
Wann genau der achtmillionste Einwohner hinzu kommt, kann das BFS nicht bestimmen, da mit dem statistischen System zur Bevölkerungserhebung nicht tägliche Daten vorliegen. Es rechnet aber damit, dass es in diesem Sommer sein wird, wie es am Donnerstag mitteilte.

Laut Marcel Heiniger vom BFS ist es möglich, dass die Einwohnerzahl bereits jetzt 8 Millionen beträgt. Vielleicht wird die Zahl aber auch in den nächsten Tagen oder Wochen erreicht. Die Schätzung basiert auf der Annahme, dass sich das in den letzten Jahren verzeichnete demografische Wachstum in den ersten Monaten des laufenden Jahres fortgesetzt hat.

Früher ein Auswanderungsland

Seit 1860 hat sich die Bevölkerung der Schweiz mehr als verdreifacht. Die Bevölkerung wuchs jedoch nicht konstant. In gewissen Zeiträumen stieg die Bevölkerungszahl stärker an, in anderen verlangsamte sich das Wachstum. In manchen Jahren schrumpfte die Bevölkerung sogar.

Am Ende des 19. Jahrhunderts sowie zwischen 1910 und 1930 war die Schweiz ein Auswanderungsland. Am stärksten gewachsen ist die Bevölkerung zwischen 1950 und 1970 mit durchschnittlich jährlich über 1,4 Prozent.

Weniger Wachstum in Krisenjahren

Das schwächste Wachstum verzeichnete das BFS in den 1970er Jahren als Folge der Einwanderungsbeschränkung für ausländische Arbeitskräfte und der Wirtschaftskrise in den Jahren 1975 und 1976. Mitte der 1970er Jahre ging die Bevölkerungszahl sogar zurück.

In den 1980er Jahren war wieder eine Zunahme zu verbuchen. Im Durchschnitt wuchs die Bevölkerung jährlich um 0,6 Prozent. Das Wachstum verstärkte sich in den 1990er Jahren auf durchschnittlich 0,7 Prozent. Ab 2000 lag die Zunahme bei 0,9 Prozent, seit 2007 wächst die Bevölkerung jährlich um 1 Prozent oder mehr.

Mehr Geburten als Todesfälle

Massgebend ist einerseits der Geburtenüberschuss, die Differenz zwischen der Geburtenzahl und der Zahl der Todesfälle, und andererseits der Wanderungssaldo, die Differenz zwischen der Zahl der Einwanderungen und der Auswanderungen.

Mit Ausnahme des Jahres 1918, dem Jahr der Spanischen Grippe, verzeichnete die Schweiz seit Mitte des 19. Jahrhunderts immer einen Geburtenüberschuss. Besonders hoch war dieser zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie während des Babybooms in den 1960er Jahren.

Der Wanderungssaldo ist seit 1950 ein wichtiger Faktor der Bevölkerungsentwicklung, wie das BFS schreibt. Er schwankt jedoch stark. So wanderten zwischen 1996 und 1997 mehr Personen aus als ein. Seit Beginn des neuen Jahrtausends ist der Wanderungssaldo der Hauptfaktor der Bevölkerungsentwicklung. Rund 80 Prozent des Bevölkerungswachstums sind heute darauf zurückzuführen.

Stark verändert hat sich im 20. Jahrhundert nicht nur die Bevölkerungszahl, sondern auch die Alterspyramide. Der Anteil der jungen Personen (unter 20 Jahren) ist von rund 41 Prozent im Jahr 1900 auf 21 Prozent im Jahr 2010 gesunken, während derjenige der älteren Menschen (über 64 Jahre) von rund 6 Prozent auf 17 Prozent stieg.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
3
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Jede achte Person der Schweizer Wohnbevölkerung - insgesamt fast eine Million Menschen - lebt in einer der fünf ... mehr lesen 1
Die Stadt Zürich ist die bevölkerungsreichste Gemeinde.
Maria Lezzi, Direktorin im Bundesamt für Raumentwicklung
Bern - Die aktuellen Baulandreserven der Schweiz bieten noch Platz für bis zu ... mehr lesen 3
Bern - Die Schweizer Bevölkerung wächst nicht nur in den Städten und Agglomerationen, sondern auch auf dem Land und in den Bergen: Zwischen 2005 und 2010 ist die Einwohnerzahl in diesen Regionen von 4,3 Millionen auf 4,5 Millionen Personen angestiegen. mehr lesen 
Neuenburg - Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz ist Ende 2010 auf 7'866'500 Personen angewachsen. Das sind 80'700 oder ... mehr lesen 2
Die Schweiz wird älter - und multikultureller.
Nur 25% durch Nachwuchs . . .
. . . 75% durch Einwanderung. Es kann ja nicht sein, dass genau die Kreise die für eine offene Grenze plädieren sich danach über die Zersiedelung, den Verkehrskollaps, das CO2-Wachstum und die steigenden Sozialkosten beschweren. Ein gutes Beispiel dafür, wie dämlich Demokratie funktionieren kann wenn man bei der Information systematisch schummelt.
Einwohner
Langsam aber sicher sollte man die Einwanderung regulieren. Man kann die Schweiz nicht mit
London vergleichen, wie am 2.Aug. in der CH-Tagesschau gesagt wurde. Die CH ist flächenmässig
viel kleiner als England.
Die...
Umwelt und die Ressourcen werden dazu langfristig die klaren Antworten geben.
Dann allerdings ohne jegliche Kompromisse!
Petition: «Wir wollen, dass der gefährliche, rücksichtslose, zerstörerische und Drogen missbrauchende Justin Bieber abgeschoben und ihm seine Greencard aberkannt wird.»
Petition: «Wir wollen, dass der gefährliche, rücksichtslose, ...
USA  Washington - Eine auf der Website des Weissen Hauses veröffentlichte Petition, in der die Abschiebung des kanadischen Popstars Justin Bieber aus den USA gefordert wird, hat 275'000 Unterschriften gesammelt. Damit muss sich nun Präsident Barack Obama mit dem Thema befassen. 
Justin Bieber: Zugedröhnt über den Wolken Teenie-Idol Justin Bieber (19) und sein Vater rauchten angeblich bei einem Flug ...
Justin Bieber vor Gericht Justin Bieber (19) muss sich unter anderem wegen Trunkenheit am Steuer vor Gericht verantworten. ...
Justin Bieber in Miami festgenommen Miami Beach - Der kanadische Popstar Justin Bieber ist in der Nacht auf Donnerstag in ...
Experten streiten über Stellenwert  San Francisco/Klagenfurt - Frauen fühlen sich von Pornos, die für Männer gemacht wurden, angetörnt - und das, obwohl sie vorgeben, emotionsgeladenere Filme mit gleichberechtigten Rollen und personenbezogener Handlung zu bevorzugen.  
Pornografie via Handy und Social Web ist immer mehr verbreitet. (Symbolbild)
Pornos machen Social Web scharf Brighton/Wien - Pornografische Inhalte werden zunehmend sozialer - PornTube, Pinsex und Pornostagram sind einige Beispiele dafür, dass das ...
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Henau 2219
    Der perfekte (Massen-)Mord. "Bei der Nutzung im Körper von Krebspatienten existiert allerdings das ... Di, 15.04.14 00:52
  • keinschaf aus Henau 2219
    Antiklumpmittel Was mich bei solchen Problemen immer wieder beschäftigt, ist die ... Fr, 11.04.14 10:17
  • keinschaf aus Henau 2219
    Lesen Sie dazu... ....auch den Artikel in der AZ. Es gibt dort einen interessanten ... Fr, 11.04.14 04:42
  • jorian aus Gretzenbach 1445
    Forum Als ich diesen Bericht gelesen habe, habe ich an bestimmte ... Fr, 11.04.14 03:43
  • jorian aus Gretzenbach 1445
    Rechtsradikal zum xten! Noch immer verehren viele Moslems Herrn ... Mi, 09.04.14 03:38
  • jorian aus Gretzenbach 1445
    Rechtsradikal? Mensch ich hatte einen tollen Text verfasst! Weg! Dafür ist jetzt ... Di, 08.04.14 20:44
  • keinschaf aus Henau 2219
    Achtung! Linksradikales Gedankengut Wenn ein linksextremer Journalist dies schreibt, muss es ja stimmen, ... Di, 08.04.14 20:18
  • FrlRottenmeier aus frankfurt 6
    Achtung! Rechtsradikales Gedankengut ... Di, 08.04.14 15:24
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 4°C 11°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Basel 0°C 12°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 3°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 2°C 16°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 3°C 17°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 3°C 16°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 6°C 16°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten