Schweizer Anwälte bündeln Kräfte im Fall Madoff
publiziert: Mittwoch, 18. Feb 2009 / 13:50 Uhr

Bern - Auch Schweizer Anwälte unterstützen die weltweite Zusammenarbeit im Fall Madoff. Sie bündeln mit Anwälten aus insgesamt 21 Ländern ihre Kräfte und sind einem entsprechenden Bündnis beigetreten. Ziel ist eine gemeinsame Sammelklage.

Schätzungen gehen davon aus, dass Madoff mit seinem Schneeballsystem Investoren um rund 50 Mrd. Dollar geprellt hat.
Schätzungen gehen davon aus, dass Madoff mit seinem Schneeballsystem Investoren um rund 50 Mrd. Dollar geprellt hat.
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Die Idee für das internationale Vorgehen stammt vom spanischen Anwaltsbüro Cremades& Calvo-Sotelo. Momentan beschäftigen sich weltweit rund 300 Anwaltskanzleien und 45'000 Anwälte mit dem Fall. Für sie könnte der grösste Finanzskandal aller Zeiten zum wichtigsten Fall überhaupt werden.

Der Schweizer Wirtschaftsanwalt Daniel Fischer glaubt, dass die Anwälte dank der internationalen Zusammenarbeit besser zum Ziel kommen. Das Bündnis mit 24 Kanzleien aus 21 Ländern bilde ein «Gegengewicht» zu den Verantwortlichen des Skandals. «Einen internationalen Fall kann man nur international lösen», sagte Fischer gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Javier Cremades, Initiant und Präsident des Bündnisses, schätzt, dass weltweit drei Millionen Personen direkt oder indirekt vom Milliardenbetrug betroffen seien. In der Schweiz seien es tausende. Die von der SDA befragten Schweizer Anwälte hingegen sagten, man kenne die Zahl der Opfer und die Schadenssumme nicht genau.

Schätzungen gehen davon aus, dass der 70-jährige US-Amerikaner Bernard Madoff mit seinem Schneeballsystem Investoren um rund 50 Mrd. Dollar geprellt hat. Gemäss Javier Cremades könnte diese Summe aber weit höher sein.

(fest/sda)

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