Schweizer Armee hilft weiterhin an sportlichen Anlässen
publiziert: Dienstag, 11. Jun 2002 / 10:20 Uhr

Bern - Das Militär wird weiterhin bei sportlichen und kulturellen Grossanlässen helfen. Der Nationalrat hat mit 91 zu 46 Stimmen ein Verbot des Einsatzes der Armee an Turn-, Schwing-, Schützenfesten und Meisterschaften abgelehnt.

Ulrich Schlüer (SVP/ZH) wollte untersagen, dass Soldaten «gratis» am Lauberhorn Pisten stampfen und an der Expo.02 Abfallkörbe leeren. Er wurde unterstützt von der SP-Fraktion. Die Armee dürfe nicht das Mädchen für alles sein, sagte Boris Banga (SP/SO).

Der Rat folgte Skiverbandspräsident Duri Bezzola (FDP/GR). Grossanlässe wie das Lauberhornrennen wären ohne die Hilfe der Armee in den Bereichen Übermittlung, Transporte, Genie, Sanität und Verkehrsregelung nicht mehr möglich. Die eingesetzten Soldaten seien dabei durchaus motiviert.

Bundesrat Samuel Schmid betonte, dass solche Einsätze heute sehr restriktiv bewilligt würden. Sie seien nur mehr erlaubt, wenn sie mit einem Ausbildungseffekt verbunden seien. Wenn dereinst der Zivilschutz kantonalisiert sei, würden die Hilfsgesuche an die Armee seltener werden.

(kil/sda)

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