Schweizer Badis ziehen schlechte Bilanz
publiziert: Donnerstag, 26. Jul 2012 / 12:40 Uhr
Das Wetter machte den Badis einen Strich durch die Rechnung.
Das Wetter machte den Badis einen Strich durch die Rechnung.

Bern - Das oft schlechte Wetter im bisherigen Sommer 2012 bekommen auch die Schweizer Freibäder zu spüren. Die Zahl der Badegäste liegt teilweise deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Die Badis hoffen nun auf viel Sonne im August.

6 Meldungen im Zusammenhang
Wenn das Wetter drei Wochen lang konstant sonnig und warm bleibe, könne die Badisaison noch gerettet werden. Dies die Einschätzung von Hermann Schumacher, Leiter Badeanlagen der Stadt Zürich, auf Anfrage der sda.

In Zürich zählten die Schwimmbäder diese Saison bis am 25. Juli rund zehn Prozent weniger Eintritte als im Vorjahr - allerdings sei bereits die Saison 2011 eine eher magere gewesen. Auf Sonderaktionen, um trotz des schlechten Wetters Gäste in die Bäder zu locken, verzichte er, sagte Schumacher: «Wenn das Wetter nicht mitspielt, nützt alles nichts, dann bleiben die Leute zuhause.»

«Keine Hammersaison» auch fürs Lido Luzern

Für das Lido Luzern ist der Sommer 2012 ebenfalls «keine Hammersaison», wie Geschäftsführer Marcel Wiesler sagte. Das schlechte Wetter im Juli habe die Bilanz der sonst so wichtigen Schulferienzeit verhagelt.

Wiesler schätzt, dass die laufende Saison in etwa mit derjenigen vom vergangenen Jahr vergleichbar sein wird. «Nun müsste es noch drei Wochen schön bleiben», wünscht er sich. Bei perfektem Wetter seien im Lido während zehn Tagen locker 20'000 Eintritte möglich.

Hoffen auf den August

Auch Kurt Müller, Betriebsleiter im Gartenbad Tägerhard in Wettingen AG, hofft auf einen besucherstarken August. Bereits im Vorjahr habe der August eine bis dahin schlechte Badesaison «herausgerissen».

Die Zahl der Eintritte liege in der diesjährigen Saison mit rund 33'500 leicht unter der Vorjahresmarke zum gleichen Zeitpunkt und deutlich hinter dem Rekordsommer 2003. Damals wurden im «Tägi» 81'000 Besucher gezählt.

Zwar sei das Wetter zweifellos die Hauptursache für die schleppend verlaufende Badesaison, sagte Müller. Er hat aber noch eine andere Erklärung zur Hand hat: «Das Verhalten der Leute hat sich verändert.» Bei Temperaturen unter der 30-Grad-Marke werde vermehrt auf einen Badi-Besuch verzichtet, während sich die Sonnenhungrigen früher auch bei 25 Grad in Scharen auf der Liegewiese ausgebreitet hätten.

Aare erreicht 20 Grad

Im wohl berühmtesten Freibad der Schweiz, dem Berner Marzili am Fusse des Bundeshauses, sind aufgrund des kostenlosen Eintritts nur Schätzwerte über die Besucherzahl in Erfahrung zu bringen. Verglichen mit dem Vorjahr sei der Mai schlechter, der Juni jedoch besser ausgefallen, sagte der stellvertretende Betriebsleiter Martin König.

Aufgrund des aktuell warmen Wetters dürften bis Ende Juli gemäss König ähnlich viele Berner und auswärtige Besucher den Weg an die Aare gefunden haben wie im gleichen Monat des Vorjahres. Entscheidend sei neben der Sonne insbesondere die Flusstemperatur. Und diese präsentiert sich äusserst einladend: Am Donnerstagmittag lag die Temperatur bei 19 Grad. Für den Abend erwartete König eine Aare-Temperatur von 20 Grad.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Wettermässig wird 2012 wechselhaft und unter dem Strich eher enttäuschend in Erinnerung bleiben. Statistisch ... mehr lesen
2012 war es nicht nur besonders sonnig, sondern gleichzeitig auch besonders nass. (Symbolbild)
«Hundstage».
Bern - Der Sommer 2012 hat einen schlechten Ruf. Nass und nicht sehr sonnig zeigte sich die erste Hälfte. Nun aber kündigt sich ... mehr lesen
Bern - Der Juli 2012 hat dem Sommer nur wenig Ehre erwiesen. Lediglich die letzte Woche des Monats war sonnig und heiss. Diese Hitzewoche führte dazu, dass der Juli in der ... mehr lesen
Dank der letzten Juli-Woche wurde der Juli ein Grad heisser als letztes Jahr. (Symbolbild)
In Samedan war es heute morgen minus 2,5 Grad.
Bern - Es geht gegen Ende Juli zu und der Sommer ziert sich immer noch. ... mehr lesen
Zürich - Unbemerkter Schweizer Sommer: Oft grau, aber doch wärmer als der langjährige Durchschnitt ist er bisher gewesen. ... mehr lesen
Dunkle Wolken.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Der Juli 2012 kann bisher mit den vergangenen heissen Sommern nicht mithalten.
Bern - Das Juliwetter ist dieses Jahr äusserst wechselhaft. Gerade im Vergleich zu ... mehr lesen
Camilla sei «absolut am Boden zerstört», sagte eine Sprecherin von Clarence House.(Archivbild)
Camilla sei «absolut am Boden zerstört», sagte eine ...
Schwere Kopfverletzung  New York/London - Der Bruder von Prinz Charles' Ehefrau Camilla ist nach einem Sturz an einer schweren Kopfverletzung gestorben. 
«Nach uns die Sintflut»  Lausanne - Ein katholischer Geistlicher hat gstern auf der Autobahn A9 zwischen Rennaz und Villeneuve im ...  
Der Priesterschüler marschierte knapp einen Kilometer auf der Autobahn.(Symbolbild)
Lotto.
Lotto  Die Gewinnzahlen und -quoten vom Mittwoch, 23. April 2014.  
In zweiter Instanz  Neuenburg - In einem viel beachteten Gerichtsfall zu Sterbehilfe ist ein Neuenburger Arzt in zweiter Instanz freigesprochen worden. Er hatte einem ...  
Das Neuenburger Kantonsgericht hiess die Beschwerde gut und sprach den Arzt frei.(Symbolbild)
Titel Forum Teaser
Camilla sei «absolut am Boden zerstört», sagte eine Sprecherin von Clarence House.(Archivbild)
Unglücksfälle Camillas Bruder ist nach Sturz gestorben New York/London - Der Bruder von Prinz Charles' ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 8°C 14°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 6°C 14°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
St.Gallen 9°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 9°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 8°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 9°C 20°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 10°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten