Erfolgreiche Revanche
Schweizer Curler schlugen Weltmeister Schweden
publiziert: Donnerstag, 14. Feb 2002 / 07:58 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Feb 2002 / 15:09 Uhr

Salt Lake City - Den Schweizer Curlern mit Skip Andreas Schwaller ist gegen Schweden die Revanche für die Niederlagen in den Finals der Welt- und der Europameisterschaften im vergangenen Jahr geglückt. Das Team von Biel-Touring GATE bezwang die Skandinavier mit Skip Peter Lindholm mit 8:7 und erreichte damit den dritten Sieg im vierten Spiel.

Derweil sind die Schweizerinnen um Skip Luzia Ebnöther nach einem 7:5 gegen Norwegen auch nach drei Spielen noch ungeschlagen.

Weder der amtierende Welt- und Europameister aus Schweden noch die Schweizer vermochten restlos zu überzeugen, was aber in Anbetracht der grossen Bedeutung der Partie nicht erstaunlich war. Mit einer 5:3-Führung nach sechs Ends schienen die Bieler eine Vorentscheidung herbeigeführt zu haben, aber gleich im darauf folgenden End fingen sie ein Dreierhaus ein. Im 10. End mussten die Schweizer dann unbedingt zwei Steine schreiben, um nicht ohne Steinvorteil ins Zusatzend gehen zu müssen. Mit seinem letzten Versuch glückte Andreas Schwaller -- nicht zum ersten Mal in Ogden -- ein ebensolcher "Big Shot", der die zwei Punkte ermöglichte. Die Bieler beendeten damit eine Serie von fünf Niederlagen an grossen Turnieren gegen das schwedische Team.

Erstmals in diesem Turnier brachte Teamcoach Roland Moser Ersatzmann Marco Ramstein zum Einsatz. Ramstein ersetzte auf der ihm angestammten Lead-Position Damian Grichting, der wie auch die Nummer 2 Markus Eggler noch nicht wunschgemäss aufgespielt hatte.
Frauenteam noch immer ungeschlagen

Nach zwei Siegen in Zusatzends beendeten die Curlerinnen von Bern AAM erstmals eine Partie nach der normalen Distanz. Wie schon zuletzt an der EM in Finnland bezwangen sie Norwegen mit deren renommiertem Skip Dordi Nordby (Weltmeisterin 1990 und 1991, zuletzt Europameisterin 1999 und 2000). Die Schweiz führte vor dem 10. End 6:5 und vermochte daraufhin noch einen weiteren Stein zu "stehlen". Im 4. End hatten die Schweizerinnen erstmals in diesem Turnier ein Dreierhaus des Gegners einfangen müssen. Davon liessen sie sich jedoch nicht beirren und antworteten prompt mit einem Zweier im 5. End. Mit den drei Siegen haben sich die Bernerinnen bereits eine recht gute Ausgangslage geschaffen, um die Halfinals und somit die Medaillenspiele zu erreichen.

(ba/sda)

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