Curling
Schweizer Curlerinnen vorzeitig in den EM-Playoffs
publiziert: Mittwoch, 26. Nov 2014 / 17:46 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 26. Nov 2014 / 22:12 Uhr
Christine Urech, Franziska Kaufmann, Irene Schori und Binia Feltscher vom CC Flims sind dem erwartungsvollen Publikum an der Heim-EM im Wallis bislang nichts schuldig geblieben.
Christine Urech, Franziska Kaufmann, Irene Schori und Binia Feltscher vom CC Flims sind dem erwartungsvollen Publikum an der Heim-EM im Wallis bislang nichts schuldig geblieben.

Die Schweizer Curlingteams trumpfen an der EM in Champéry gross auf. Sowohl die Männer um Skip Sven Michel als auch die von Binia Feltscher angeführten Frauen stehen in den Playoffs der besten vier.

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Das Team Schweiz mit Christine Urech, Franziska Kaufmann, Irene Schori und Binia Feltscher vom CC Flims ist dem erwartungsvollen Publikum an der Heim-EM im Wallis bisher nichts schuldig geblieben. Sechs Siege in acht Spielen, am Mittwoch schaute ein 8:4 gegen Dänemark heraus, sind eine ausgezeichnete Zwischenbilanz, auch wenn das Niveau nicht an jenes von Weltmeisterschaften heranreicht.
Von grossen Vorteil wäre ein weiterer Erfolg am Donnerstagmorgen im Match gegen die noch ungeschlagene Russinnen um Anna Sidorowa, die Europameisterinnen von 2012. Der siebte Sieg im Turnier würde bedeuten, dass die Schweizerinnen vom 2. Platz aus in die Page-System-Playoffs starten könnten. Sie hätten dann zwei Chancen, um in den EM-Final zu gelangen. Zuerst in einem Match gegen Russland und dann (wenn nötig) im Halbfinal gegen den Sieger der Partie zwischen dem Dritten und dem Vierten der Vorrunde.

Europameister Schweiz um Skip Sven Michel erreichte die Playoffs souverän. Die Adelbodner siegten am Mittwoch gegen die beiden als Absteiger feststehenden Teams, nämlich 7:5 gegen Lettland und 7:6 gegen Dänemark. Trotz der guten Vorrunden-Bilanz von 6:3 Siegen müssen die Schweizer als Dritte der Round Robin indessen das untere Page-System-Playoffspiel bestreiten. Der Gegner wird heute Nachmittag in einem Tiebreak zwischen Norwegen und Tschechien ermittelt.

Weiter Weg vor sich

Um in den Final zu gelangen, müssten Stefan Meienberg, Simon Gempeler, Florian Meister und Sven Michel das erste Playoff-Spiel gewinnen und sich danach auch im Halbfinal gegen den Verlierer des anderen Playoff-Spiels (Schweden - Italien) durchsetzen. Das ist ein recht weiter Weg. Sven Michels Team hat aber das Potential, um ihn zu Ende zu gehen - trotz der auf diese Saison notwendig gewordenen Änderungen auf zwei Positionen. Den Match gegen Dänemark hatten die Schweizer fester im Griff, als es das Ergebnis von 7:6 vermuten lässt. Obwohl viel auf dem Spiel stand, wirkten die Schweizer abgeklärt und beherrscht, besonders auch Skip Michel, dem ein paar Big Shots gelangen. Dänemark ist ein überraschender Absteiger. Die Crew von Rasmus Stjerne gehörte in den letzten Jahren zu den stärksten Formationen Europas. Stjerne gewann 2010 und 2011 je einmal EM-Silber und EM-Bronze. Noch vor einem Jahr bei Michels Triumph im norwegischen Stavanger wurde er Vierter.

Im Match gegen Lettland übernahmen die Europameister mit einem gestohlenen Zweierhaus im 1. End das Kommando. Hierauf kontrollierten sie die Partie sicher, auch wenn sie den Letten noch vorübergehend den Ausgleich zum 4:4 zugestehen mussten. Das lettische Team um Skip Ritvars Gulbis pendelt seit ein paar Jahren zwischen der A- und der B-Division der Europameisterschaften. Den Anschluss an die europäische Spitze hat es noch nicht geschafft.

(flok/Si)

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