Schweizer Curlingteams verpassten die Krönung
publiziert: Sonntag, 18. Dez 2005 / 15:57 Uhr

Die Schweizer Curlingteams von Mirjam Ott und Ralph Stöckli hätten an der EM in Garmisch Gold und Bronze gewinnen können.

Für das Schweizer Curling wird das Missverhältnis zwischen Titelgewinnen einerseits sowie Silber- und Bronzemedaillen andererseits von Jahr zu Jahr grösser.
Für das Schweizer Curling wird das Missverhältnis zwischen Titelgewinnen einerseits sowie Silber- und Bronzemedaillen andererseits von Jahr zu Jahr grösser.
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Beide verloren aber ihre letzten Partien und mussten sich mit Silber und «Leder» begnügen.

Die Flimserinnen unterlagen im Final Schweden (Anette Norberg) 5:8, die St. Galler Bären wurden im Spiel um Platz 3 von Schottland (David Murdoch) 5:7 besiegt.

Dem Schweizer Frauencurling ist nunmehr an der dritten Europameisterschaft in Folge Silber hinter Schweden geblieben. Bis zum achten End und dem Zwischenstand von 5:5 hielten Michèle Moser, Valeria Spälty, Binia Beeli und Mirjam Ott sehr gut mit und erarbeiteten sich zwischenzeitlich sogar leichte Vorteile.

Ein Zweierhaus der Weltmeisterinnen aus Schweden, die sich nun den fünften EM-Titel in Serie gesichert haben, brachte im 9. End die Vorentscheidung. Im Spiel um Bronze siegte Dänemark gegen Norwegen 10:2.

Ausgezeichnete Bilanz von Mirjam Ott

Trotz der Niederlage weist die 33-jährige Bernerin Mirjam Ott eine ausgezeichnete EM-Bilanz als Skip vor. Nach dem Titelgewinn 1996 in Kopenhagen hat sie nun zweimal nacheinander Silber gewonnen. Vor zwei Jahren in Courmayeur war das Berner Team von Luzia Ebnöther ebenfalls im Final unterlegen.

Obwohl ihr die Krönung einer guten EM-Woche vorenthalten blieb, war Ott mit der Leistung insgesamt sehr zufrieden: «Wir waren im Final deutlich näher am Sieg als vor einem Jahr. Vor allem aber stimmt mich die EM zuversichtlich im Hinblick auf die Olympischen Spiele.» Es bleiben jetzt noch fast zwei Monate, in denen sich das Team punktuell verbessern will.

Im Defensivspiel starke Schotten

Die St. Galler handelten sich gegen die im Defensivspiel starken Schotten um Skip David Murdoch, den Europameister 2003, früh einen 1:4-Rückstand ein und konnten diesen nicht mehr wettmachen. Aber auch für die Ostschweizer war es vor den Olympischen Spielen wichtig zu sehen, dass sie mit allen europäischen Widersachern mithalten können.

Im Männerfinal gewann das norwegische Olympiasieger-Team um Skip Pal Trulsen mit einem überraschend deutlichen Sieg über Schweden (9:4) seinen ersten EM-Titel. Den Schweden um Peter Lindholm fehlt bislang noch eine Olympia-Medaille, dennoch festigten sie ihr Renommee als bestes europäisches Männerteam. Sie haben drei WM- und zwei EM-Titel im Palmares und standen nunmehr fünf weitere Male im Final (zwei WM, drei EM).

Für das Schweizer Curling wird das Missverhältnis zwischen Titelgewinnen einerseits sowie Silber- und Bronzemedaillen andererseits von Jahr zu Jahr grösser. In der Bilanz der letzten zehn Jahre stehen der EM-Triumph des CC Bern (Mirjam Ott) 1996 und der Olympiasieg von Lausanne-Olympique (Patrick Hürlimann) 1998. In der gleichen Zeitspanne schauten an Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften je acht 2. und 3. Plätze heraus.

(smw/Si)

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