Schweizer Degenfechterinnen ausgeschieden
publiziert: Freitag, 14. Okt 2005 / 22:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Okt 2005 / 22:58 Uhr

Die Weltmeisterschaften in Leipzig gehen heute Samstag ohne Schweizer Medaillengewinn zu Ende. Mit Platz 12 wurden die Degenfechterinnen zum Abschluss der Schweizer Einsätze nur gerade ihrer eigenen Setzung gerecht und erfüllten damit das Minimalziel.

Diana Romagnoli glänzte als Einzige(Archivbild).
Diana Romagnoli glänzte als Einzige(Archivbild).
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Die Schweizerinnen scheiterten in den Achtelfinals am achtfachen Weltmeister Ungarn (30:45), der anschliessend erst im Final von Frankreich besiegt wurde. Die Französinnen mit der ruhmreichen Doppel-Olympiasiegerin von 1996, Laura Flessel-Colovic (34), setzten sich im Final gegen den Rekord-Weltmeister Ungarn mit 45:31 durch. Die Fecht-Grossmacht Frankreich realisierte damit den zweiten Team-WM-Titelgewinn bei den Degenfechterinnen nach La Chaux-de-Fonds 1998.

Im Team-Wettbewerb der Säbelfechter sicherte sich der Olympia-Dritte Russland den Titel. Die Russen setzten sich in einem dramatischen Final gegen den Olympia-Zweiten Italien nach einem 35:40-Rückstand noch mit 45:44 durch. Überragend war dabei Stanislaw Pozdnjakow, der im abschliessenden Gefecht gegen Luigi Tarantino den Rückstand aufholte und insgesamt nicht weniger als 27 Treffer im Final setzte!

Junioren-WM-Gold verblasste

Simone Näf fiel gegen Ungarn mit einer Minus-8-Bilanz ab. Die durch ihre Hüftverletzung gehandicapte Sophie Lamon (- 4) wurde im Verlaufe des Gefechts durch Tiffany Géroudet ersetzt. Diana Romagnoli (- 3) vermochte als einzige Schweizerin wenigstens ein Gefecht mit einer Plus-Bilanz zu beenden (6:5 gegen Emese Szasz).

Am Olympia-Testweltcupturnier in China hatten die Schweizerinnen noch mit Platz 2 geglänzt. Sophie Lamon, Näf und Géroudet gewannen im April auch den Degen-Team-WM-Titel bei den Juniorinnen. Doch an den Elite-WM blieben Erfolge nach dem Sechzehntelfinal-Pflichtsieg über Lettland (44:38) gegen den achtfachen Weltmeister Ungarn aus. «Die Leistung war unzureichend», bemerkte Nationaltrainer Rolf Kalich knapp.

Durchwachsene Bilanz

Nicht minder durchwachsen fällt die Schweizer WM-Gesamtbilanz an diesen Weltmeisterschaften aus. Einzig Olympiasieger Marcel Fischer schnupperte trotz beträchtlichem Trainingsdefizit an einer Medaille (Rang 6). Dahinter ragte aus dem Mittelmass vielleicht noch Fabian Kauter (20) heraus, der an seiner ersten WM auf Platz 39 kam. Seit Nîmes 2001 (zweimal Silber, einmal Bronze) sind die Schweizer Degenteams nun ohne Elite-WM-Edelmetall.

Bei den Männern geht der frühere Weltklasse-Fechter und heutige Coach Daniel Giger (56) davon aus, dass das letztjährige Schweizer Europameister-Team mit Platz 13 im Teamwettbewerb unter seinem Wert geschlagen worden sei. Auch wenn die Schweizer in der Aera von Nationaltrainer Rolf Kalich (seit 1992) bislang noch nie über Rang 9 an einer WM (Nîmes 2001) hinauskamen, denkt Giger das die Schweizer «zwischen Platz 5 und 10» stehen.

Im Einzel und damit auch für das Team sollen nun hinter den Gebrüdern Fabian und Michael Kauter sowie Olympiasieger Marcel Fischer und Benjamin Steffen weitere Fechter über Weltcupturniere für Druck von unten sorgen. Eindeutige Schweizer Nummer 5 ist Max Heinzer. Dahinter steht unter anderen Sébastien Lamon, der Bruder von Sophie Lamon, in der «Herausforderer-Liste».

Giger: «Das Ziel muss sein, die besten vier oder fünf Schweizer in die Top 50 der Welt zu bringen.» Vor WM-Beginn in Leipzig war Fabian Kauter als Schweizer Nummer 3 die Nummer 58 der Welt.

(bert/sda)

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