Schweizer Delegation bei Siniora
publiziert: Dienstag, 25. Jul 2006 / 20:22 Uhr

Bern/Beirut - Die Schweiz will sich verstärkt für die vertriebenen Menschen in Libanon einsetzen.

Der libanesische Regierungschef Fuad Siniora.
Der libanesische Regierungschef Fuad Siniora.
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Eine Schweizer Delegation traf sich zu diesem Zweck in Beirut mit dem libanesischen Regierungschef Fuad Siniora. François Barras, der Schweizer Botschafter in Libanon, und Toni Frisch, Chef des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH), sprachen mit Siniora und Gesundheitsminister Mohammed Dschawad Chalife über Sicherheitsfragen, den Zugang zu den Opfern und die Möglichkeiten der Soforthilfe.

Wie die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) mitteilte, wurden in der Stadt Tyrus in Südlibanon bereits sieben Tonnen Nothilfematerial an die Bevölkerung verteilt.

Unglaubliche Zerstörungen

Botschafter Barras sprach gegenüber der Nachrichtenagentur SDA von «unglaublichen Zerstörungen». Ein Viertel der libanesischen Bevölkerung stehe durch Israels Militäroffensive auf der Strasse. Brücken, Strassen und auch Flughäfen seien beschädigt. Für ein solch gastfreundliches Land sei das eine «wahre Katastrophe».

SKH-Chef Frisch macht sich derzeit vor Ort ein Bild über die humanitäre Lage. Die Sicherheit und die Versorgung der Zivilbevölkerung seien prekär, schreibt die DEZA. Dringend benötigt würden Trinkwasser, Nahrung, medizinische Versorgung und Unterkünfte.

SKH engagiert sich

In Beirut will das SKH ein Camp für mehrere zehntausend Vetriebene aufbauen helfen und sich zudem um die Versorgung von 67 000 Flüchtlingen in der Region Schuf im Westen der Hauptstadt kümmern. Die Schweiz bemüht sich weiter darum, Landsleute in Libanon in Sicherheit zu bringen. Eine von Frankreich gecharterte griechische Fähre mit rund 1000 Plätzen sollte am Dienstagabend von Beirut Richtung Zypern ablegen. Noch 30 Schweizer blockiert

Auch rund 20 Schweizer waren an Bord, wie das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Damit seien nun alle ausreisewilligen Schweizer evakuiert worden - mit Ausnahme der gut 30 Schweizer, die sich noch im umkämpften Südlibanon aufhalten.

(bert/sda)

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