Keine Transparenz
Schweizer Demokratie ist nur mittelmässig
publiziert: Donnerstag, 27. Jan 2011 / 12:15 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 27. Jan 2011 / 14:18 Uhr
Mangelhaft in der Schweiz sind Intransparenz, Gewaltenkontrolle und Partizipation.
Mangelhaft in der Schweiz sind Intransparenz, Gewaltenkontrolle und Partizipation.

Zürich - Die Schweiz ist nicht wie erwartet die Demokratie par excellence, sondern nur Mittelmass. Im Vergleich mit 29 etablierten Demokratien liegt sie auf Rang 14. Dies zeigt das Demokratiebarometer, ein neu entwickeltes Instrument zur Messung der Demokratiequalität.

5 Meldungen im Zusammenhang
SHOPPINGShopping
DemokratieDemokratie
Die höchste Demokratiequalität weist gemäss dem Demokratiebarometer Dänemark auf, gefolgt von Finnland und Belgien. Am Ende der Skala sind Polen, Südafrika und Costa Rica. Dies teilte die Universität Zürich am Donnerstag mit. Sie hat zusammen mit dem Wissenschaftszentrum Berlin das Demokratiebarometer entwickelt.

Das Barometer zeigt, wie sich die 30 besten Demokratien der Welt zwischen 1995 und 2005 entwickelt haben. Es misst beispielsweise den Schutz der individuellen Freiheit vor Eingriffen Dritter, Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Partizipation, politischen Wettbewerb, Gewaltenkontrolle und die Fähigkeit, demokratische Entscheidungen umzusetzen.

Schlechte Transparenz

Die Schweiz erweise sich zwar hinsichtlich der Erfüllung individueller Freiheiten, aktiver Öffentlichkeit, Wettbewerb und Regierungsfähigkeit als ein demokratisches Musterland, heisst es weiter. Gewaltenkontrolle, Transparenz und Partizipation würden aber nur sehr schlecht umgesetzt.

In der Schweiz könne die Legislative die Regierung nur «sehr unzureichend kontrollieren», die Judikative sei im Vergleich mit anderen Demokratien «nicht sehr unabhängig». Zudem gebe es keine transparente Parteienfinanzierung, heisst es weiter.

Mangelhafte politische Beteiligung

Ausserdem befinde sich die politische Partizipation sowohl bei Wahlen als auch bei Abstimmungen auf einem sehr niedrigen Niveau. Ein grosser Teil der Schweizerinnen und Schweizer beteilige sich nicht an der Politik.

Beteiligen würden sich vor allem Gebildete, Wohlhabende, Ältere und überproportional Männer. Vom Ideal einer Demokratie, in der alle Bürgerinnen und Bürger sich politisch engagieren und deren Interessen und Werte gleichmässig in die politische Arena gelangen, ist die Schweiz laut Barometer «weiter als die meisten anderen Demokratien entfernt».

(dyn/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Experten des Europarates haben diese Woche die Schweiz besucht, um zu ... mehr lesen 7
Die hiessige Politiklandschaft gerät unter die Lupe des Europarates.
Eine klar ungleiche Verteilung der Kampagnengelder sorgt für Bewegung im Ständerat.
Bern - Parteien und Gruppierungen sollen künftig offenlegen müssen, wer mit wie viel Geld Abstimmungskampagnen finanziert. Dies fordert die Staatspolitische Kommission des ... mehr lesen 1
Wahlen 2011 Luzern - Vincenzo Pedrazzini, Wahlkampfleiter der FDP Schweiz, macht sich ... mehr lesen 8
Vincenzo Pedrazzini ist Wahlkampfleiter der FDP Schweiz, sowie Präsident der FDP Schwyz.
Bald besteht diese Konstellation des des Bundesrates nicht mehr.
Die einen wollen, die anderen ... mehr lesen
Bern - Die Wahlbeteiligung ist ein wichtiger Faktor bei den nationalen Wahlen ... mehr lesen
Immer weniger gehen an die Urne.
Schwachsinn
Diese Analyse ist doch völliger Schwachsinn.

Betrachten Sie bitte mal detailliert das Punktesystem. Wenn Sie da wahrscheinlich 10 kleine Anpassungen machen, kommt der Iran auf Platz 1.

Bei den aufgeführten Punkten haben Sie meiner Meinung nach recht BigBrother.
Bananenrepublik ?
Die Analyse unseres Landes trifft leider zu. Die Frage ist, ob unsere direktdemokratischen Rechte angemessen gewichtet wurden? Was mir schon lange aufstösst ist, dass der Bundesrat seine Kompetenzen relativ oft überschreitet und Dringlichkeits- oder sogar Notrecht geltend macht. Das Parlament ist offenbar zu schwach, um den "7 Weisen" klar zu machen, dass sie lediglich Staatsangestellte sind, die zu befolgen und auszuführen haben, was ihnen die Legislative und das Volk vorgeben. Ob der Vorwurf an die Judikative richtig ist, kann ich nicht beurteilen. Wenn aber die milden Urteile gemeint sind, so kann ich es nachvollziehen. Die schlafende Mehrheit unseres Volkes sollte endlich erwachen und ihre Rechte wahrnehmen und nicht bloss die Pflichten erfüllen.

Demokratie

Produkte passend zum Thema
DVD - Politik & Recht
DEMOKRATIE - WIE FUNKTIONIERT DAS? - DVD - Politik & Recht
Genre/Thema: Politik & Recht - Demokratie - Wie funktioniert das? Dre ...
27.-
DVD - Politik & Recht
UNI AUDITORIUM - DEMOKRATIE UND WAHRHEIT - DVD - Politik & Recht
Actors: Julian Prof. Dr. Nida-Rümelin - Genre/Thema: Politik & Recht; ...
21.-
DVD - Kurzfilm
GG19 - 19 GUTE GRÜNDE FÜR DIE DEMOKRATIE - DVD - Kurzfilm
Genre/Thema: Kurzfilm; Leben & Gesellschaft; Soziales - GG19 - 19 gute ...
130.-
Nach weiteren Produkten zu "Demokratie" suchen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 Millionen Franken aus der Radio- und Fernsehabgabe direkt unterstützt.
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 ...
57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Medien für die Demokratie hat das Parlament in der ausserordentlichen Session breit abgestützte Motionen überwiesen, um finanzielle Soforthilfe im Umfang von 57.5 Millionen Franken zu leisten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 zwei entsprechende Notverordnungen verabschiedet. mehr lesen 
Verbände Detailhandelsumsätze im März 2020  Bern - Die um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten Detailhandelsumsätze sind im März ... mehr lesen  
Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte eine Zunahme der nominalen und realen Umsätze von jeweils 8,4%.
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler Bedeutung. Sie informieren die Bevölkerung und ermöglichen dadurch wichtige Debatten. Sinkende Erträge machen ... mehr lesen
Um die Medienbranche bei der digitalen Transformation zu unterstützen, sollen neu auch Online-Medien gefördert werden.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -2°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Basel 0°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
St. Gallen -1°C 6°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Bern -1°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Luzern 1°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Genf 0°C 10°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 4°C 12°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten