Wegen Gefährdung der inneren und äusseren Sicherheit
Schweizer Einreiseverbot für in Kenia verhafteten Schüler aus Biel
publiziert: Samstag, 30. Jun 2012 / 11:49 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Jun 2012 / 12:05 Uhr
Ein 19-jähriger Bieler Gymnasiast darf bis auf weiteres nicht in die Schweiz einreisen.
Ein 19-jähriger Bieler Gymnasiast darf bis auf weiteres nicht in die Schweiz einreisen.

Bern - Der in Kenia wegen Terrorismus angeklagte Bieler Gymnasiast darf vorläufig nicht in die Schweiz zurückreisen. Das Bundesamt für Polizei (fedpol) hat auf Antrag des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) ein befristetes Einreiseverbot verhängt.

5 Meldungen im Zusammenhang
Gleichzeitig prüft das Bundesamt für Migration einen Asylwiderruf für den gebürtigen Jordanier. Es gebe «klare Anzeichen dafür, dass sich die betroffene Person in Somalia in Gebieten aufgehalten hat, in denen dschihadistische Gruppierungen in einem Konflikt aktiv sind», schreiben BFM und fedpol am Samstag in einer Mitteilung. Zudem soll der 19-Jährige auch Kontakte zu islamistischen Elementen in der Schweiz unterhalten haben.

Bei der «betroffenen Person» handelt es sich um den Bieler Gymnasiasten, wie die Behörden auf Nachfrage der Nachrichtenagentur sda bestätigten. Gemäss kenianischen Behörden wurde der junge Mann der Obhut des lokalen Büros des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) unterstellt.

Gefahr für innere und äussere Sicherheit

Das vom fedpol verfügte Einreiseverbot stützt sich auf Erkenntnisse des NDB. Beim Einreiseverbot stützt sich das fedpol nach eigenen Angaben auf das Ausländergesetz, das «zur Wahrung der inneren oder der äusseren Sicherheit der Schweiz».

Eine solche Bedrohung sei dann gegeben, wenn eine Gefährdung durch Terrorismus, gewalttätigen Extremismus, verbotenen Nachrichtendienst oder Organisierte Kriminalität vorliege, hiess es.

Auch sei ein Einreiseverbot bei Handlungen und Bestrebungen, welche die gegenwärtigen Beziehungen der Schweiz zu anderen Staaten «ernsthaft gefährden» oder auf eine «gewaltsame Änderung der staatlichen Ordnung» abzielten möglich.

Asylwiderruf

Das BFM leitete zudem ein Verfahren ein, um das Asyl des 19-Jährigen zu widerrufen. Dies sei dann möglich, wenn Flüchtlinge die innere oder die äussere Sicherheit der Schweiz verletzt hätten oder gefährdeten.

Es werde geprüft, ob der junge Mann das Gastrecht der Schweiz missbraucht habe. Den internationalen Flüchtlingsstatus behalte er weiterhin. Der Mann sei in Kenia in Obhut des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR), schrieben BFM und fedpol weiter.

Anfang Juni war der 19-Jährige in Kenia wegen mutmasslicher Verbindungen zur somalischen Al-Shabaab-Miliz angeklagt worden. Er war im Mai verhaftet worden. Er soll sich bereits seit Februar in Somalia und Kenia aufgehalten haben.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
St. Gallen - Das Bundesamt für ... mehr lesen
Rüffel für das Bundesamt für Migration.
Der inhaftierte Gymnasiast schwebt in Lebensgefahr. (Symbolbild)
Genf - Der Bieler Gymnasiast, der ... mehr lesen 3
Bern - Ein ehemaliger Bieler Gymnasiast, der in Kenia wegen Terrorismus angeklagt war, darf definitiv nicht mehr in die Schweiz einreisen. Das fedpol verlängerte das gegen den gebürtigen Jordanier bestehende provisorische Einreiseverbot wegen Gefährdung der inneren Sicherheit. mehr lesen 
Der...
anhaltende Zustrom aus hauptsächlich muslimischen Ländern dürfte der CH noch einige solche "Fälle" bescheren.
Jedenfalls trägt der Dumme bei der teuren Asylgeschichte nach wie vor das Kürzel CH.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene Offensive zurückzuschlagen, seien gescheitert. mehr lesen   1
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Die NATO sei weiterhin an einem Dialog mit Russland interessiert.
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 0°C 3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel freundlich
Basel 2°C 5°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
St. Gallen 1°C 1°C Wolkenfelder, Flockenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel wechselnd bewölkt
Bern 1°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wechselnd bewölkt
Luzern 1°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel wechselnd bewölkt
Genf 2°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, Flocken
Lugano 7°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten