Schweizer Ex-Geiseln aus Pakistan zurück
publiziert: Samstag, 17. Mrz 2012 / 17:23 Uhr / aktualisiert: Samstag, 17. Mrz 2012 / 17:54 Uhr
Die beiden ehemaligen Geiseln kammen heute am Flughafen Zürich-Kloten an.
Die beiden ehemaligen Geiseln kammen heute am Flughafen Zürich-Kloten an.

Bern - Die beiden freigekommenen Schweizer Geiseln sind aus Pakistan zurückgekehrt. Sie kamen am frühen Samstagnachmittag am Flughafen Zürich-Kloten an, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte.

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Sie seien von Angehörigen und Freunden in Empfang genommen worden. Den beiden gehe es «den Umständen entsprechend gut», heisst es in der Mitteilung weiter.

Das Paar - ein aktiver Polizist und eine ehemalige Beamtin der Kantonspolizei Bern - war im Juli vergangenen Jahres im Nordosten Belutschistans entführt worden. Am Donnerstag hatte das EDA mitgeteilt, dass den beiden Schweizern die Flucht gelungen sei.

«Wir sind sehr glücklich, dass wir nach dieser langen Zeit der Gefangenschaft wieder frei sind und in die Schweiz zurückkehren konnten», erklärten die Freigekommenen in einer Stellungnahme.

Zur Flucht entschieden

Sie hätten «unglaublich schwere Momente» durchlebt und um ihr Leben gefürchtet. «Schliesslich haben wir nach langen Überlegungen den Entscheid getroffen, trotz der grossen Risiken einen Fluchtversuch zu wagen», teilten sie weiter mit. Aussenminister Didier Burkhalter hatte wiederholt betont, dass kein Lösegeld geflossen sei.

In ihrer Stellungnahme schrieben die beiden weiter, sie seien entführt worden, obschon sie ihre Reise «nach bestem Wissen und Gewissen vorbereitet» hätten. Der Nordosten Belutschistans gilt als Transitroute der radikal-islamischen Taliban zwischen dem pakistanischen Stammesgebiet Süd-Waziristan und Afghanistan.

Paar bittet um Ruhe

Nach ihrer Ankunft in Zürich trafen die beiden auch mit Vertretern der Task Force zusammen, welche die Schweiz nach Bekanntwerden der Geiselnahme eingesetzt hatte. Sie dankten der Gruppe für ihre Unterstützung.

Die ehemaligen Geiseln baten in ihrem Schreiben die Medien und die Öffentlichkeit darum, ihre Privatsphäre zu respektieren. Sie bräuchten die kommende Zeit dafür, die Erfahrungen der vergangenen Monate zu verarbeiten.

 

(fest/sda)

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