Schweizer Fahne nur verwechselt?
publiziert: Dienstag, 7. Feb 2006 / 09:20 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 7. Feb 2006 / 16:24 Uhr

Bern - Nachdem in Libanon auch die Schweizer Fahne verbrannt wurde, hat Aussenministerin Micheline Calmy-Rey mit dem libanesischen Premier und dem Aussenminister telefoniert.

Micheline Calmy Rey hatte mit der libanesischen Führung telefoniert.
Micheline Calmy Rey hatte mit der libanesischen Führung telefoniert.
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Das teilte das EDA mit. Wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Montagabend schreibt, wurde Calmy-Rey bei den beiden Regierungsvertretern in Beirut vorstellig. Die Gesprächspartner hätten die Gewalt verurteilt.

Weiter versicherten sie der Schweizer Aussenministerin am Telefon, sie würden alles daran setzen, um die Sicherheit der Schweizer Bürgerinnen und Bürger sowie der schweizerischen Institutionen in Libanon zu garantieren.

Das EDA habe bislang keine «präzisen Angaben, wer die Demonstranten waren», sagte EDA-Pressesprecher Jean-Philippe Jeannerat auf Anfrage der Schweizerischen Depeschenagentur SDA zu dem Vorfall vom Sonntag.

Verwechslung mit dänischer Fahne?

«Wir wissen auch nicht, ob die Schweizer Fahne absichtlich verbrannt worden ist, oder ob es sich um eine Verwechslung mit der dänischen Flagge gehandelt hat.» Sie seien daran abzuklären, was in Beirut geschehen sei, so Jeannerat weiter.

Bisher wurden laut dem EDA keine direkten Drohungen gegen schweizerische Einrichtungen oder Interessen verzeichnet. Seit Beginn des Streits stehe das Aussenministerium in ständigem Kontakt mit seinen Vertretungen im Ausland.

Die Schweiz unterhält mit den muslimischen Ländern Beziehungen des Vertrauens und der guten Zusammenarbeit, wie das EDA in seinem Communiqué weiter schreibt. Einzig der Dialog und die Bereitschaft zum Zuhören würden gegenseitigen Respekt und das Verständnis zwischen den Kulturen ermöglichen.

(fest/sda)

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