Schweizer Fahrende fordern Verbesserungen
publiziert: Donnerstag, 2. Nov 2006 / 13:40 Uhr

Bern - Schweizer Fahrende werden nach wie vor diskriminiert. 29 Stand- und 38 Durchgangsplätze fehlen. Fahrende und EKR fordern nachhaltige Verbesserungen.

Von den 30 000 bis 35 000 Schweizerinnen und Schweizern mit nomadischen Wurzeln leben noch 3000 bis 5000 als Fahrende.
Von den 30 000 bis 35 000 Schweizerinnen und Schweizern mit nomadischen Wurzeln leben noch 3000 bis 5000 als Fahrende.
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Geschieht das nicht innert fünf Jahren, soll ein Bundesgesetz Kantonen und Gemeinden Beine machen. Im Bundesrats-Bericht zur Situation der Fahrenden von Mitte Oktober würden die Diskriminierungen zwar übersichtlich dargelegt, teilten die Stiftung Zukunft für Schweizer Fahrende und die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) vor den Bundeshausmedien in Bern mit.

Problem Wohnsituation

Die bundesrätlichen Vorschläge zu Behebung der Mängel vermöchten aber nicht zu überzeugen. Am eklatantesten seien die Mängel bei der Wohnsituation. Seit 2001 sein neun Standplätze verschwunden. Halte auf Privatgrund würden verhindert, was die Fahrenden zum Ausweichen auf illegale Plätze zwinge. Dies führe wiederum zu Vertreibungen wie jüngst im Kanton Solothurn.

Von den 30 000 bis 35 000 Schweizerinnen und Schweizern mit nomadischen Wurzeln leben noch 3000 bis 5000 als Fahrende. Die Aktion «Kinder der Landstrasse» der pro juventute zeigte hier nachhaltige Wirkung, wie Robert Huber, Präsident der Radgenossenschaft der Landstrasse sagte.

«Füchtlinge im eigenen Land»

Die noch fahrende Minderheit sieht sich laut Huber jedes Jahr vor dem selben Problem: Wo den Winter verbringen? Dieser Mangel an Platz sei eine Ausgrenzung. «Fahrende sind Füchtlinge im eigenen Land», konstatierte Huber. Nur in wenigen Gemeinden seien sie willkommen. Verwaltungen, welche die Schriftenannahme verweigerten, seien Alltag.

Stiftung und EKR fordern darum von den Behörden nachhaltige Taten. Der Bundesrat müsse zusammen mit der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) und der Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK) einen Aktionsplan ausarbeiten. Aufgrund dieses Plans hätten die Kantone Stand- und Durchgangsplätze zu ermöglichen.

(fest/sda)

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