Schweizer Frauenstaffel läuft um Olympia-Selektion
publiziert: Freitag, 13. Jan 2006 / 23:46 Uhr

Am kommenden Sonntag geht es im Val di Fiemme (It) im Langlauf für die Frauen-Staffel um alles oder nichts. Nur wenn das namentlich noch nicht genau bekannte Quartett den 7. Platz erreicht, ist die Schweiz bei den Olympischen Winterspielen in Turin mit einer Frauen-Staffel vertreten.

Seraina Mischol liess am letzten Sonntag mit dem 6. Platz im Weltcup-Sprint in Otepää aufhorchen.
Seraina Mischol liess am letzten Sonntag mit dem 6. Platz im Weltcup-Sprint in Otepää aufhorchen.
Am 20. November misslang in Beitostölen (No) der erste Versuch, die Olympia-Qualifikation zu schaffen. Die Schweizerinnen mussten sich netto -- die zweiten Teams vereinzelter Nationen wurden nicht berücksichtigt -- mit dem 9. Rang bescheiden.

Seraina Mischol und Laurence Rochat hielten damals die Staffel auf Olympia-Kurs, die je 15. Laufzeit von Ursina Badilatti und Natascia Leonardi Cortesi unter 16 Teilnehmerinnen führten dazu, dass Turin vorerst in weiter Ferne blieb.

Schwere Aufgabe

Seither haben sich die Sorgenfalten von Langlauf-Chef Michel Antzemberger nicht geglättet. Zwar hat sich Laurence Rochat als stabiler Wert erwiesen, und Seraina Mischol liess am letzten Sonntag mit dem 6. Platz im Weltcup-Sprint in Otepää (Est) aufhorchen.

Im Val di Fiemme sind Mischol für einen Klassisch-Abschnitt und Leonardi Cortesi -- sie benötigt eine enorm lange, um in Form gekommen -- für einen Skating-Abschnitt gesetzt. Rochat kann gewissermassen als Joker eingesetzt werden. Läuft die Westschweizerin in klassischer Technik, wird als vierte Athletin Doris Trachsel eingesetzt. Falls Rochat ebenfalls skatet, kommt erneut Ursina Badilatti zum Zuge.

Michel Antzemberger: «Ich werde relativ kurzfristig entscheiden und dabei ein Stück weit auch auf die Gegnerschaft abstellen. Die Aufgabe wird so oder so nicht leicht.»

Verblasster Glanz

Knapp vier Jahre nach dem überraschenden 3. Platz von Salt Lake City ist der Glanz der Bronzemedaille längst verblasst. Vom damaligen Quartett sind Brigitte Albrecht und Andrea Huber zurückgetreten, Rochat und Leonardi Cortesi waren beim Freudentaumel dabei. Den Sprung nach vorne hat lediglich Seraina Mischol geschafft. Die Besetzung des vierten Postens ist ein schwieriges, wenn auch nicht neues Problem.

Schon die 11. Plätze an den letzten beiden Weltmeisterschaften 2003 im Val di Fiemme und 2005 in Oberstdorf konnten nicht befriedigen. Sollten die Schweizerinnen die Olympia-Selektion nicht schaffen, wäre die Schweiz das erste Mal seit 1982 an einem Grossanlass nicht mit einer Frauen-Staffel vertreten. Bei der Premiere hatten Karin und Cornelia Thomas, Monika Germann und Evi Kratzer vor 23 Jahren am Holmenkollen in Oslo den 8. Platz belegt.

Männer-Staffel bereits qualifiziert

Die Männer-Staffel mit Reto Burgermeister, Christian Stebler, Gion Andrea Bundi und Remo Fischer hatte die Olympia-Qualifikation schon im November mit dem 8. Rang in Beitostölen geschafft. Deshalb geht es für das Quartett am Sonntag um die Ehre, anderseits aber auch um die definitive Besetzung für Turin.

Reto Burgermeister ist als Startläufer gegeben. Bundi und Fischer werden auf den beiden Skating-Abschnitten eingesetzt. Für den zweiten Klassisch-Part will Michel Antzemberger ebenfalls vor Ort die Wahl zwischen Toni Livers und David Romer treffen.

Bundi, der seit langem dem zweiten Teil seiner Olympia-Qualifikation in den Einzelrennen hinterher rennt, bestreitet am Samstag ebenso wie Fischer und Livers das 30-km-Rennen in freier Technik und mit Massenstart. Der bereits für Turin qualifizierte Burgermeister wird möglicherweise auf diesen Einsatz verzichten.

(bert/Si)

 
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