Schweizer Friedens-Aktivisten aus Israel zurückgekehrt
publiziert: Mittwoch, 10. Jul 2002 / 17:28 Uhr

Zürich - 14 Schweizer Freiwillige sind von einer zivilen Solidaritätsaktion aus Israel zurückgekehrt. Die 4 Frauen und 10 Männer haben versucht, die palästinensische Bevölkerung und die Friedenskräfte beider Seiten zu unterstützen.

«Die Palästinenser müssen die Zerstörung ihrer Häuser erdulden, der wirtschaftlichen Infrastruktur und der Felder», sagte Tobias Schnebli von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA). Die GSoA hat die Mission mitorganisiert.

Die humanitäre Hilfe, die von Israel geduldet wird, beschränkt sich laut Schnebli auf den Kampf gegen Hunger und Epidemien. Die internationale Gemeinschaft stehe mehr oder weniger mit gekreuzten Armen da, während die palästinensische Bevölkerung wie gelähmt sei.

In diesem Umfeld könnten die Solidaritätsmissionen von ausländischen Zivilisten Balsam sein für das Volk. Die Palästinenser fühlten sich allein gelassen, glaubt die GSoA.

Die Schweizer Pazifistinnen und Pazifisten eskortierten Ambulanzfahrzeuge, begleiteten Bauern auf ihre Felder und waren an den Kontrollposten der israelischen Streitkräfte präsent. Ausserdem unterstützten sie Familien in ihrem Alltagsleben und nahmen an NGO-Aktionen teil.

Die 14 Teilnehmenden dieser Mission waren im Westjordanland, dem Gaza-Streifen, auf den Golan-Höhen und in Ost-Jerusalem. Die Gruppe bestand aus Mitgliedern der GSoA, der Jungsozialisten sowie der Vereinigung Schweiz-Palästina.

(mw/sda)

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