Schweizer Gletscher sind weiter geschmolzen
publiziert: Mittwoch, 17. Jan 2007 / 16:50 Uhr

Bern - Die Mehrzahl der Schweizer Gletscher hat sich im vergangenen Jahr weiter zurückgebildet. Zudem haben sie deutlich an Masse verloren. Dies ist das Ergebnis einer Erhebung der ETH Zürich, die 85 Gletscher untersucht hat.

Am Surettagletscher war der grösste Rückgang zu beklagen.
Am Surettagletscher war der grösste Rückgang zu beklagen.
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Mit einer Ausnahme haben sich in der Messperiode 2005/2006 alle Gletscherzungen in der Schweiz weiter zurückgezogen, wie die Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) mitteilte. Mit rund 700 Metern wurde beim Surettagletscher GR der grösste Rückgang verzeichnet. Dahinter folgt der Grosse Aletschgletscher VS mit 115 Metern.

Der Grund für den mit Abstand grössten Rückzugswert beim Surettagletscher sei, dass sich die Gletscherzunge im vergangenen Sommer in einzelne nicht mehr zusammenhängende Eisreste aufgelöst habe, heisst es in der Mitteilung. Dies sei die Folge von ungleichmässiger Schmelze über die letzten Jahre.

Massenhaushalt bestimmt

Zusätzlich zur Veränderung der Gletscherlänge wurde der Massenhaushalt an drei Gletschern - Basòdino TI, Gries VS und Silvretta GR - bestimmt. Diese Bilanz zwischen Schneezuwachs und Eisabtrag widerspiegle die klimatischen Verhältnisse des vergangenen Jahres deutlicher und direkter, schreibt die SCNAT.

Alle drei Gletscher büssten demnach erheblich an Masse ein. Beim Ghiacciaio del Basòdino wurde gar der Maximalschwund von 2003 übertroffen.

(fest/sda)

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