Schweizer Grossstädte mit immer mehr Inkassofällen
publiziert: Dienstag, 19. Jun 2007 / 12:01 Uhr

Bern - Die noch vor wenigen Jahren exzellente Zahlungsmoral der Schweizer Bevölkerung sinkt immer mehr ins europäische Mittelmass ab. Insbesondere in den Grossstädten nimmt die Zahl der offenen Rechnungen weiter zu.

Immer mehr Schweizer kaufen lieber, als dass sie bezahlen.
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Angeführt wird die Negativ-Liste erneut von Basel-Stadt. Auf der vom Verein Schweizerischer Inkassotreuhandinstitute (vsi) publizierten Schuldnerkarte 2006 ragt der Halbkanton mit einem - immerhin unveränderten - Rekordwert von 12,4 Punkten heraus.

Nirgens sonst in der Schweiz ist das Verhältnis von Anzahl und Volumen der Inkassoaufträge zur Wohnbevölkerung höher.

Schweizweit verbuchte der vsi im vergangenen Jahr 883'112 Inkassoaufträge. Das sind 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Forderungsvolumen nahm um 11,6 Prozent auf 728,1 Mio. Fr. zu.

Den Mitgliedern des vsi sei es gelungen, nahezu 60 Prozent der ausstehenden Forderungen im Auftrag von Gläubigern wieder herein zu holen. Damit habe die negative Entwicklung der Erfolgsquote aus dem Vorjahr aufgefangen werden können.

Beunruhigende Aufholjagd

Für den vsi ist es beunruhigend, in welchem Mass andere Kantone zu Basel-Stadt aufholen: Den zweitschlechtesten Wert verzeichnete 2006 der Kanton Waadt mit 10,7 Punkten, was einem satten Plus von 2 Punkten entspricht. Nur unwesentlich besser präsentiert sich Genf, das mit 9,2 Punkten neu auf Platz drei liegt.

Moderater sind die Zuwachsraten in den Kantonen Tessin und Zürich (+0,6 auf jeweils 7,4 Punkte). In die Spitzengruppe aufgerückt ist auch Schaffhausen (8,0 Punkte).

Eine Trendwende sei trotz der guten Wirtschaftslage nicht in Sicht. Der Bestand der Verlustscheine stieg 2006 um 14,3 Prozent kräftig auf 916'171 an und dürfte 2007 erstmals die Zahl von einer Million übersteigen.

Der vsi warnt, offene Rechnungen könnten kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) in Liquiditätsengpässe bis hin zur Existenzbedrohung führen.

(dl/sda)

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